Die Moderne Abteilung – Historische Entwicklung

Otto Dix, Bildnis des Malers Franz Radziwill, 1928, Öl auf Leinwand, 80,1 x 60,0 cm, Inv.-Nr. 0.1958.5427, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK
Otto Dix, Bildnis des Malers Franz Radziwill, 1928, Öl auf Leinwand, 80,1 x 60,0 cm, Inv.-Nr. 0.1958.5427, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK

Seit der Gründung der damaligen Städtischen Kunstsammlungen zu Düsseldorf im Jahr 1913 gehört zeitgenössische Kunst zum Profil des Museums. 1916 formulierte der Gründungsdirektor des Hauses, Karl Koetschau, die Ziele des Hauses beim Aufbau der Sammlungen und hob hervor, dass sie „die Entwicklungsgeschichte der Düsseldorfer Kunst nach ihren hauptsächlichen Richtungen und Meistern zu zeigen haben, mit auserlesenen Werken, von den Anfängen bis zur Gegenwart, soweit sich in dieser schon bleibende Werte haben herausbilden können“. Inzwischen umfasst die Sammlung mehr als 3000 Gemälde, Skulpturen, Videoarbeiten und Rauminstallationen von Künstlern und Künstlerinnen aus der Zeit zwischen 1900 und der Gegenwart.

Otto Dix, Der Krieg, 1914, Öl auf Leinwand, 98,5 x 69,5 cm, Inv.-Nr. 0.1953.5035, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK
Otto Dix, Der Krieg, 1914, Öl auf Leinwand, 98,5 x 69,5 cm, Inv.-Nr. 0.1953.5035, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK

1913 - 1945

Beim Erwerb zeitgenössischer Kunst beschränkte man sich weitgehend auf Werke von Künstlern aus der Region, auf Absolventen der Düsseldorfer Akademie, Exponenten der rheinischen Kunstszene, Mitglieder des Sonderbunds und des Jungen Rheinlands. Einige Werke des deutschen Expressionismus – von Künstlern der „Brücke“ und des Blauen Reiters und der Neuen Sachlichkeit kamen hinzu; es bleibt aber auffällig, dass auf Ankäufe französischer Avantgardekunst völlig verzichtet wurde.

1932 plante Koetschaus Nachfolger Hans Hupp die Einrichtung einer „Galerie der Neuzeit“, die er am 17. Juli 1935, mit immer noch deutlicher Konzentration auf regionale und deutsche Kunst eröffnete. Ab 1936 zwangen ihn die Nationalsozialisten, Werke von Künstlern wie Nolde, Pechstein oder Dix zu verkaufen, und mit der Beschlagnahmeaktion der sog. „Entarteten Kunst“ war die „Galerie der Neuzeit“ 1937 praktisch aufgelöst. 101 Gemälde, 11 Skulpturen und 526 graphische Werke gingen durch diese barbarische Aktion verloren.

Ellsworth Kelly, Red Blue, 1968, Öl auf zwei Leinwänden, ca. 231 x 370 x 4 cm, Inv.-Nr.  0.1974.11, © Ellsworth Kelly, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK
Ellsworth Kelly, Red Blue, 1968, Öl auf zwei Leinwänden, ca. 231 x 370 x 4 cm, Inv.-Nr. 0.1974.11, © Ellsworth Kelly, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK

1945 - 2001

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bemühte sich Werner Doede, der dritte Direktor des Düsseldorfer Kunstmuseums, zunächst darum, diese Lücke zu schließen und erwarb in den ersten Jahren nach dem Krieg hauptsächlich expressionistische und realistische Werke, und erst ab der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre kamen abstrakte Werke der Vorkriegsavantgarde – Bauhaus, abstraction-création – hinzu.

Ab 1969 wurde die Moderne Abteilung im Museum auf eigene Füße gestellt und aus der Gemäldeabteilung ausgegliedert. Es wurde beschlossen, „gezielt und systematisch zeitgenössische Kunst unter internationalen Aspekten zu erwerben“. Seit 1976 leitete Stephan von Wiese die Moderne Abteilung und verlagerte den Akzent der Sammlung stärker in Richtung auf das Umfeld von Joseph Beuys und seinen Schülern sowie wichtige Vertreter der Individuellen Mythologien wie Michael Buthe oder Stephan Runge.

Gerhard Richter, Helga Matura mit Verlobtem, 1966, Öl auf Leinwand, 200 × 100 cm, Inv.-Nr. 0.1973.305, © Gerhard Richter, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK
Gerhard Richter, Helga Matura mit Verlobtem, 1966, Öl auf Leinwand, 200 × 100 cm, Inv.-Nr. 0.1973.305, © Gerhard Richter, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK

Seit 2001

Mit der Umwandlung des Museums in eine public private partnership und der Umbenennung in museum kunst palast setzte 2001-2006 der neue Direktor des Hauses, Jean-Hubert Martin, auch neue Akzente bei den Ankäufen zeitgenössischer Kunst, indem er verstärkt Arbeiten von Künstlern der ehemaligen „Dritten Welt“ sowie Arbeiten von Künstlern erwarb , die sich Themen der Globalisierung und ihrer problematischen Implikationen widmeten.

Die Sammlung der Abteilung Moderne erfährt wertvolle Unterstützung durch unterschiedliche Modelle der Förderung und Entwicklung. Das 2003 von Stephan von Wiese gegründete Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) ist inzwischen auf einen Bestand von ca. 6000 Fotografien angewachsen und wird dank gezielter Unterstützung durch die Stadt Düsseldorf und weiterer Stifter beständig vergrößert. Der Verein der Freunde Museum Kunstpalast (früher: Museumsverein) unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit des Museums durch prominente Dauerleihgaben und die Finanzierung von Ausstellungs- und Publikationsprojekten. Umfangreiche Schenkungen wie die von Wolfgang Hanck (2008) oder von Willi Kemp (2011) ergänzen gezielt den Bestand. An die Abteilung angegliedert bzw. eng mit ihr verbunden sind die Gerhard und Margarethe Hoehme-Stiftung mit dem bildnerischen Nachlass von Gerhard Hoehme und die ZERO Foundation, in der seit 2005 große Werkgruppen sowie wichtige Archivalien der Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker bewahrt und wissenschaftlich erschlossen werden. Seit 2008 besteht die Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, die Erwerbungen wichtiger junger Kunst aus der Region ermöglicht. Hinzu kommen bedeutende Dauerleihgaben und Schenkungen von Einzelpersonen, die eine wesentliche Bereicherung bedeuten. Die Zielrichtung bleibt: Die Sammlung in ihren Schwerpunkten zu stärken, den Bezug zur Region zu pflegen, ohne den Qualitätsanspruch auf einen provinziellen Maßstab abzusenken, und die Sammlung um internationale Werke zu bereichern, an denen sich die in der Region ansässigen Künstler messen können.

Highlights

Bestand

Reiner Ruthenbeck, Tisch auf gelber Kugel, 1984, Holz, Gips, gefasst, 82 x 151 x 99,5 cm, Inv.-Nr. 0.1985.5 © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast – ARTOTHEK
Reiner Ruthenbeck, Tisch auf gelber Kugel, 1984, Holz, Gips, gefasst, 82 x 151 x 99,5 cm, Inv.-Nr. 0.1985.5 © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast – ARTOTHEK

Seit der Gründung der damaligen Städtischen Kunstsammlungen zu Düsseldorf im Jahr 1913 gehört zeitgenössische Kunst zum Profil des Museums. 1916 formulierte der Gründungsdirektor des Hauses, Karl Koetschau, die Ziele des Hauses beim Aufbau der Sammlungen und hob hervor, dass sie „die Entwicklungsgeschichte der Düsseldorfer Kunst nach ihren hauptsächlichen Richtungen und Meistern zu zeigen haben, mit auserlesenen Werken, von den Anfängen bis zur Gegenwart, soweit sich in dieser schon bleibende Werte haben herausbilden können“. Inzwischen umfasst die Sammlung mehr als 3000 Gemälde, Skulpturen, Videoarbeiten und Rauminstallationen von Künstlern und Künstlerinnen aus der Zeit zwischen 1900 und der Gegenwart.

Eine detaillierte Schilderung der Sammlung finden Sie hier.

Sammlung Stadtsparkasse im Museum Kunstpalast

Tal R, Foot, 2010-2012, Keramik, glasiert, 0.2012.12Sp, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, © Tal R, Foto: Stefan Arendt – ARTOTHEK
Tal R, Foot, 2010-2012, Keramik, glasiert, 0.2012.12Sp, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, © Tal R, Foto: Stefan Arendt – ARTOTHEK

Seit 2008 besteht eine Kooperation zwischen dem Museum Kunstpalast und der Stadtsparkasse Düsseldorf. Die Grundidee dieser Zusammenarbeit ist die Förderung junger Kunst aus der Region sowie die Ergänzung der Sammlungen des Museums um herausfordernde Gegenwartskunst.

Es werden aktuelle Arbeiten gesammelt, darunter Gemälde, Fotografien, Papierarbeiten, Skulpturen, Videos und Installationen von Künstlern, die international tätig sind, aber durch Wohnsitz, Studium, persönliche oder professionelle Verbindungen auch Bezüge zu Düsseldorf bzw. dem Rheinland haben können.

 

 

 

Manuel Graf, Qu’est-ce que c’est la maturité, 2008, Videoinstallation, Inv.-Nr. 0.2008.19Sp, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast © Manuel Graf, Foto: Museum Kunstpalast
Manuel Graf, Qu’est-ce que c’est la maturité, 2008, Videoinstallation, Inv.-Nr. 0.2008.19Sp, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast © Manuel Graf, Foto: Museum Kunstpalast

Nach zehnjähriger Kooperation umfasst die Sammlung Stadtsparkasse im Museum Kunstpalast insgesamt über 120 Werke, die Eingang in die Moderne Abteilung, die Graphische Sammlung und vereinzelt auch ins Glasmuseum gefunden haben. Darunter befinden sich mehrere ganze Rauminstallationen wie beispielsweise Thomas Schüttes Raum „Mobiliar für ‚One Man Houses‘“ und die Videoinstallation „Qu’est-ce que c‘ est la maturité“ des Paik-Preisträgers Manuel Graf, aber auch kleinformatige Skulpturen wie zum Beispiel „Foot“ des dänischen Künstlers Tal R.

 

 

Tatjana Valsang, Bandol, 2015, Acryl auf Leinwand, 240 x 180 cm, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.2017.17Sp, © Tatjana Valsang, Foto: Museum Kunstpalast
Tatjana Valsang, Bandol, 2015, Acryl auf Leinwand, 240 x 180 cm, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.2017.17Sp, © Tatjana Valsang, Foto: Museum Kunstpalast

Regelmäßig werden Arbeiten aus dem Bestand dieser Dauerleihgaben im Museum präsentiert und mit Publikationen begleitet. Die erste Ausstellung fand 2008 im Rahmen der Reihe Spot on 01 mit Wolfgang Tillmans statt, der einen Raum mit Fotografien einrichtete. Der holländische Künstler Erik van Lieshout präsentierte 2009 im Spot on 03 seinen Film „Rotterdam – Rostock“ in einem eigens gebauten Container, ergänzt um Zeichnungen, die während der Fahrradtour durch Deutschland entstanden, von der sein Film handelt.

Alfonso Hüppi, Holzteppich, 1973, Holz, Kaseinfarbe, Nessel, 132 x 88 x 2 cm, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.2017.20Sp, © VG Bild-Kunst, Bonn Foto: Museum Kunstpalast
Alfonso Hüppi, Holzteppich, 1973, Holz, Kaseinfarbe, Nessel, 132 x 88 x 2 cm, Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.2017.20Sp, © VG Bild-Kunst, Bonn Foto: Museum Kunstpalast

2013 zog eine umfangreiche Präsentation im Museum Kunstpalast mit Werken von Alexandra Bircken, Frauke Dannert, Georg Herold, Michael Pirgelis, Bernd Ribbeck, Andreas Schulze, Juergen Staack u. a. nach fünf Jahren Bilanz.

Weitere Künstler in der Sammlung Stadtsparkasse verdeutlichen den Anspruch und Umfang des Projektes: Kristina Buch, Simon Dybbroe Møller, Markus Karstieß, Imi Knoebel, Rosilene Luduvico, Julika Rudelius und Jan Scharrelmann sind mit mehreren bzw. wichtigen Arbeiten vertreten. Die Rauminstallation „Graf-Adolf-Straße, Düsseldorf“ von Andreas Schmitten wurde 2017 zu dessen Einzelausstellung an das Künstlerhaus Bethanien in Berlin verliehen. Als jüngere Ankäufe bereichern Werke von Sabrina Fritsch, Lothar Götz, Alfonso Hüppi und Tatjana Valsang dieses Sammlungskonvolut.

Weitere Werke der Sammlung Kemp finden Sie hier.

Die Stiftung Sammlung Kemp

Carl Buchheister, Opus 25a (Sommerbild), 1925, Öl auf Leinwand, 151,7 x 110 cm, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp011, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast
Carl Buchheister, Opus 25a (Sommerbild), 1925, Öl auf Leinwand, 151,7 x 110 cm, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp011, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast

„Am Anfang war der Wunsch da, selbst zu malen. Als klar wurde, dass die anderen, die Künstler, das besser konnten, wurden die ersten Arbeiten erworben, und es war ein Glücksfall, dass wir, meine Frau und ich, in dieser frühen Phase Gerhard Hoehme, Bernard Schultze, Carl Buchheister, Karl Otto Götz, Winfred Gaul, Peter Brüning u. a. kennenlernten.“ (Willi Kemp)

Die Sammlung Ingrid und Willi Kemp zählt zu den herausragenden und größten deutschen Privatsammlungen von Kunst nach 1950. Neben figurativer Malerei, ZERO-Kunst, Skulpturen und Bildhauerzeichnungen bilden hochkarätige Werke des Informel und der Farbfeldmalerei den Kern der Sammlung. Das Werk Carl Buchheisters ist – seit dem ersten Treffen mit dem Künstler im Jahr 1962 – das Rückgrat der Sammlung. Für Willi Kemp ist Buchheister ein „ganz früher Vertreter der Abstraktion und Vorläufer des Informel“ sowie „eine herausragende Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts.“ Carl Buchheister war es, der Willi Kemp auch den Kontakt zu Karl Otto Götz herstellte. Zur Kollektion gehören des weiteren Werke von Karl Otto Götz, David Rabinowitch, Bernard Schultze, Cy Twombly, Günther Uecker, großformatige Gemälde von Gotthard Graubner, Kenneth Noland oder Ellsworth Kelly. 2011 schenkte er seine Sammlung dem Museum Kunstpalast.

Karl Otto Götz, Hommage à Melville, 1960, Mischtechnik auf Leinwand, 145 x 175 cm, Inv.-Nr.  0.mkp.2011.Kemp060, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg - ARTOTHEK
Karl Otto Götz, Hommage à Melville, 1960, Mischtechnik auf Leinwand, 145 x 175 cm, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp060, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Horst Kolberg - ARTOTHEK

Willi Kemp ist studierter Betriebswirt und Steuerberater und entwickelte früh seine Leidenschaft für Kunst. 1960 begannen Willi Kemp und seine Frau mit ihrer Sammlungstätigkeit, die auch nach dem Tod von Ingrid Kemp 1986 bis zum Zeitpunkt der Schenkung anhielt. In dieser Zeitspanne hat sich nicht nur die Welt, sondern auch sein Blick auf die Kunst gewandelt. Existierte zu Beginn noch eine Vorliebe für die phantastisch-surreale Welt, so verlagerte sich sein Interesse auf das Informel und Zero und mündete schließlich in eine formal strenge, von der Farbe bestimmte, weitgehend gegenstandslose Kunst.

„Die Sammlung ist gewachsen, und es waren fast immer die menschlichen Kontakte, die zum Erwerb eines Bildes beitrugen, so dass die heutigen Schwerpunkte in der Sammlung durch die Freundschaft zu den jeweiligen Künstlern bedingt ist.“ (Willi Kemp)

Kenneth Noland, Transsinister, 1964, Acryl auf Leinwand, 240 x 284 cm, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp122, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast
Kenneth Noland, Transsinister, 1964, Acryl auf Leinwand, 240 x 284 cm, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp122, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast

Mit der Sammlung entstand auch ein Netzwerk persönlicher Freundschaften, das sich immer mehr erweiterte. Ab 1987 organisierte Willi Kemp zudem halböffentliche Ausstellungen in seiner Düsseldorfer Wohnung unter dem Titel „Begegnung mit…“. In diesem Rahmen publizierte er eigene Kataloge. Darüber hinaus begleitete Willi Kemp die bereits über ein halbes Jahrhundert währende Sammeltätigkeit mit der Kamera und dokumentierte tagebuchartig die Entstehungsgeschichte seiner Sammlung. Seine Fotografien, die er ebenso dem Museum Kunstpalast schenkte, ergänzen das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK).

Das Museum Kunstpalast ist dem Kunstsammler Willi Kemp seit langem auf das Engste verbunden. Für die Stiftung Museum Kunstpalast liegt der besondere Wert der Sammlung in ihrem Fokus auf die Kunstszene Düsseldorfs und deren Rolle für die deutsche Kunst und deren wachsende Verbindung zur internationalen Entwicklung in der Nachkriegszeit.

Otto Piene, Double Neon, 1972, programmierte Lichtplastik, Höhe: 130 cm, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp124, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast
Otto Piene, Double Neon, 1972, programmierte Lichtplastik, Höhe: 130 cm, Sammlung Kemp, Museum Kunstpalast, Inv.-Nr. 0.mkp.2011.Kemp124, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Museum Kunstpalast

Anlässlich der Schenkung präsentierte die Stiftung Museum Kunstpalast im Jahr 2011 erstmals eine große Auswahl aus der Sammlung Kemp in ihren eigenen Räumen. Seitdem wurde regelmäßig für viele weitere Ausstellungen auf den großen Bestand an Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen der Sammlung Kemp zurückgegriffen.

Ausstellungen mit Werken aus der Stiftung Sammlung Kemp:

Neue Farben. Eine Auswahl der Sammlung Kemp
(26.03. – 07.08.2011)
Mehr Weiß als Schwarz. Werke aus der Sammlung Kemp
(04.02. – 29.04.2012)
Fantastisch bis nüchtern. Figurative Kunst aus der Sammlung Kemp
(20.04. – 04.08.2013)
Farbenfroh. Graphiken aus der Sammlung Kemp
(26.07.2013 – 27.10.2013)
Hommage à Gotthard Graubner
(27.09.2013 – 19.01.2014)
Hommage à K. O. Götz
(23.03. – 17.08.2014)
Die Rheinische Kunstszene: ihre Kunst, ihre Köpfe und ihre Ateliers
(20.09.2014-11.02.2015)
Winfred Gaul. Werke aus der Sammlung Kemp
(19.10.2014 – 01.02.2015)
Bernard Schultze
(1915 – 2005).
Werke aus der Sammlung Kemp
(19.04. – 30.08.2015)
Carl Buchheister. Pionier der Abstraktion. Werke aus der Sammlung Kemp
(26.04.-07.08.2016)
„Beauty is a rare thing“. Kunst im Gleichgewicht von Buchheister bis Serra
(14.04.2017-07.01.2018)

Publikationen

Moderne

Die Publikationsliste finden Sie hier als pdf.

Kataloge können unter folgendem Kontakt bestellt werden: petra.hecht(at)smkp.de

Vergriffene Kataloge können Sie in der Bibliothek einsehen.

Moderne Kunst

Auswahl verfügbarer Kataloge

Der Fotograf Nic Tenwiggenhorn. Hrsg. von Kay Heymer und Beat Wismer. Texte von Beat Wismer, Kay Heymer und Anne Rodler. Schirmer / Mosel, München 2016

Carl Buchheister. Pionier der Abstraktion Abstrakte Arbeiten von 1923 bis 1934 und von 1948 bis 1963, figurative Arbeiten aus dem 1. und 2. Weltkrieg, aus der Sammlung Kemp im Museum Kunstpalast Düsseldorf. 24.April - 07.August 2016. Text von Kay Heymer. Willi Kemp, Düsseldorf, 2016

Inken Boje – In guter Gesellschaft Düsseldorf, 2015. Text von Kay Heymer (Künstlerbuch, Auflage 60 Exemplare)

Bernard Schultze. Gemälde, Migofs, Zeichnungen, Collagen, Druckgraphiken und illustrierte Bücher aus der Sammlung Kemp im Museum Kunstpalast Düsseldorf. 18.04. - 30.08.2015. Text von Kay Heymer. Willi Kemp, Düsseldorf, 2015

Winfred Gaul. Gemälde, Druckgraphiken und illustrierte Bücher aus der Sammlung Kemp im Museum Kunstpalast Düsseldorf. 19.Oktober 2014- 1.Februar 2015. Text von Kay Heymer. Willi Kemp, Düsseldorf, 2014

Hommage à Karl Otto Götz. Arbeiten aus der Sammlung Kemp anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers im Museum Kunstpalast Düsseldorf vom 23.3. bis 17.8.2014. Text von Kay Heymer. Willi Kemp, Düsseldorf 2014

Klapheck. Bilder und Texte. Hrsg. von Beat Wismer und Kay Heymer. Texte von Beat Wismer, Kay Heymer, Konrad Klapheck und Gunda Luyken. Hirmer Verlag, München 2013

Faszinierende Dokumente. Eine Auswahl aus dem Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) / Fascinating Documents. A Selection from the Archive of Artistic Photography of the Rhineland’s Art Scene (AFORK) Hrsg. vom Museum Kunstpalast, Düsseldorf. Texte von Kay Heymer, Anne Rodler, Natalia Gershevskaya, Sophia Stang und Andrea Horvey. Kehrer Verlag, Heidelberg, 2011

Klaus Mettig. Arbeiten 1976-2010, mit Texten von Hubertus von Amelunxen, Vladimir Gudac, Frank Wagner, Regina Wyrwoll (dt./engl.), DuMont, Köln 2010

Nam June Paik, hrsg. von Susanne Rennert und Sook-Kyung Lee (dt. und engl. Ausgabe), Hatje Cantz, Ostfildern 2010

Publikationen der Reihe Spot on

Eat Art. Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 2015 (Spot on). Text von Kay Heymer

Leben mit Kunst. Reiner Ruthenbeck als Dokumentarfotograf. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2013 (Spot on). Text von Kay Heymer

Arnulf Rainer. Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 2011 (Spot on 06). Text von Kay Heymer

Markus Vater: Das Metapherproblem. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2010 (Spot On 05)

Alexandra Bircken. Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2010 (Spot On 05)

Lichtraum (Hommage à Fontana). Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2009 (Spot On 04)

Erik van Lieshout. Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2009 (Spot On 03)

Die Würde des Körpers. Bilder und Skulpturen aus der Sammlung Hank Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2008 (Spot On 02)

Felix Droese: 20 Jahre Haus der Waffenlosigkeit. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2008 (Spot On 01)

Joseph Beuys: Eurasienstab. Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2008 (Spot On 01)

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