Die Sammlung der Gemäldegalerie

Jan Frans Douven, gen. De Oude (1656–1727), Reiterbildnis des Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, 1703, Öl auf Leinwand, 325 x 260 cm, Inv.-Nr. M 91, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Photo: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK
Jan Frans Douven, gen. De Oude (1656–1727), Reiterbildnis des Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, 1703, Öl auf Leinwand, 325 x 260 cm, Inv.-Nr. M 91, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Photo: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK

Die Gemäldegalerie mit Werken der europäischen Malerei vom 15. bis Anfang des 20. Jhs. ist die Abteilung mit den ältesten Wurzeln im Museum Kunstpalast. Sie gründen in der legendären Gemäldegalerie des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz Ende des 17. Jhs.

Die kurfürstliche Gemäldegalerie

Johann Wilhelm von der Pfalz (1658-1716) und Anna Maria Luisa de’ Medici (1667-1743) trugen eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas mit Meisterwerken der Renaissance und des Barock zusammen. Für diese Gemäldegalerie wurde ein eigener Galeriebau am Düsseldorfer Stadtschloss errichtet, der früheste Museumsbau in Europa. 1805 verlor Düsseldorf den Bilderschatz durch Erbschaft an die Wittelsbacher, heute Teil der Alten Pinakothek in München. Zu den 50 in Düsseldorf verbliebenen Werken gehören zwei Hauptwerke der Sammlung von Peter Paul Rubens und das zurückerworbene „Reiterbildnis des Kurfürsten“ von Jan Frans van Douven. Als Düsseldorf Hauptsitz der Preußischen Provinz wurde, sollte mit der 1819 eröffneten Königl.-Preuß. Kunstakademie ein „Zentralmuseum“ aus öffentlichen und privaten Sammlungen entstehen. Neben Ankäufen Alter Meister kamen Werke der Professoren und ihrer Schüler, z.B. von J. W. Schirmer, J. Rollmann und E. Dücker, sowie 45 Werke der kurfürstlichen Sammlung aus dem Jagdschloss Bensberg hinzu.

Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863), Das Wetterhorn, 1838, Öl auf Leinwand, 242 x 199 cm, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Sammlung der Kunstakademie (NRW), Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK
Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863), Das Wetterhorn, 1838, Öl auf Leinwand, 242 x 199 cm, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Sammlung der Kunstakademie (NRW), Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK

Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf

Um den Verlust der kurfürstlichen Gemäldegalerie auszugleichen, gründeten Düsseldorfer Bürger 1846 den „Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf“. Dieser erwarb zeitgenössische Kunst, d.h. Gemälde der Düsseldorfer Malerschule. 1870, nach der endgültigen Verzichtserklärung Preußens gegenüber Bayern auf Rückführung der kurfürstlichen Gemäldegalerie nach Düsseldorf überließ die Preußische Regierung leihweise hochwertige Gemälde des 15.-17. Jhs. aus der Berliner Nationalgalerie der Düsseldorfer Gemäldegalerie. 2011 erhielt man noch eine Dauerleihgabe.

Gemäldegalerie des Kunstmuseums der Stadt Düsseldorf

Als es 1913 auf Initiative des Galerievereins zur Gründung der Städtischen Kunstsammlungen kam, kaufte der neue Museumsverein für die Gemäldegalerie nun Werke der europäischen Kunstzentren Berlin, Dresden, München oder Paris.

Die 625 Dauerleihgaben der Akademiesammlung legten in der Gemäldegalerie ab 1932 einen weiteren Schwerpunkt auf italienische, niederländische und flämische Kunst des 15.-18. Jhs. Die neu eingerichtete „Galerie des Barock“ mit Werken von Rubens bis Zurbaran, heute „Rubensgalerie“, wurde durch weitere Schenkungen und Erwerbungen u. a. aus der Slg. August Schubert (1935) bereichert.

Die Gemäldegalerie musste in den letzten 100 Jahren auch Verluste hinnehmen: 1937 wurden 899 Objekte, auch Werke der Gemäldegalerie, von den Nazis beschlagnahmt. Im Zuge kriegsbedingter Auslagerung wurde der Bestand durch Kriegsbeute und später durch Diebstahl dezimiert. Vielfach tauschte oder verschenkte die Stadt ihre Gemälde oder verpasste manche Chance, bedeutende Dauerleihgaben wie die Sammlung Bentinck-Thyssen (Dauerleihgabe 1974-1984) zu erwerben. Auch die während der Nazizeit in den Niederlanden und Frankreich erworbenen ca. 180 Gemälde wurden 1946 gesamt an die jeweiligen Regierungen restituiert. Zur Provenienzforschung.

Giovanni Antonio Pellegrini (1675–1741), Alexander an der Leiche des Darius, 1708
Giovanni Antonio Pellegrini (1675–1741), Alexander an der Leiche des Darius, 1708, Öl auf Leinwand, 86 x 105,5 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Die Ausstellungen der Gemäldegalerie

Von Beginn an waren die Wechselausstellungen der Gemäldegalerie am eigenen Bestand orientiert (Literaturliste). Bis heute dienen sie vorrangig dessen Erforschung und Vermittlung. Eine der erfolgreichsten Ausstellungen des Kunstmuseums, „Die Düsseldorfer Malerschule“ von 1979, war die Summe intensiver Recherchen am Bestand und zog wichtige Ankäufe von Hauptwerken der Düsseldorfer Malerschule nach sich. Ab den 1970er Jahren wurden monographische und thematische Ausstellungen gezeigt (A. und O. Achenbach, A. Böcklin, A. Kauffmann, L. Knaus, C. F. Lessing; Hudson and the Rhine). Um die Dekorationsmaler am Hofe des Kurfürsten und die Sammlung der Ölskizzen wieder ans Licht zu rücken, widmete man sich auch der venezianisch-norditalienischen Malerei des 18. Jhs. (Bellotto, Guardi, Pellegrini).

Peter Paul Rubens (1577–1640), Die Himmelfahrt Mariae, um 1616-1618
Peter Paul Rubens (1577–1640), Die Himmelfahrt Mariae, um 1616-1618, Öl auf Eichenholz, 429 x 284 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf, Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf

Gemäldegalerie des Museum Kunstpalast seit dem Jahr 2000

Auch in Zukunft werden gemäß der musealen Aufgaben, Sammeln, Pflegen, Forschen und Vermitteln folgende Schwerpunkte innerhalb der Sammlung ins Zentrum gerückt:

  1. Die niederländischen und flämischen Gemälde, besonders die kurfürstliche Sammlung mit dem Ziel einer digitalen Rekonstruktion
  2. Die römischen und norditalienischen Gemälde des 17.-18. Jhs. mit dem Wunsch weiterer wissenschaftlicher Erschließung der Ölskizzen
  3. Die Malerei des Klassizismus und des 19. Jahrhunderts, besonders der Düsseldorfer Malerschule. Dank großzügiger Stiftungen und Schenkungen konnte in den letzten Jahren das Profil der Gemäldegalerie auf diesem Gebiet konsequent geschärft werden.

Auch die Erforschung und Dokumentation der Gemäldegalerie samt Provenienzforschung machte Fortschritte, etwa durch wissenschaftliche Bestandskataloge zur niederländischen und flämischen Malerei oder zu Rubens’„Himmelfahrt Mariae“.

Die Herausgabe des Lexikons Düsseldorfer Malerschule und der Aufbau des Dokumentationszentrums Düsseldorfer Malerschule (DDM) sowie die Serie der geplanten Ausstellungen zur Düsseldorfer Malerschule (Link zu 2.1.3) verfolgen die Ziele, das Museum Kunstpalast mit seiner Gemäldegalerie, die einzige Galerie Alter Meister in der Düsseldorfer Museumslandschaft, international besser bekannt zu machen und zur ersten Adresse für die Düsseldorfer Malerschule auszubauen.

Highlights

Bestand der Gemäldegalerie

Der Bestand der Gemäldegalerie umfasst ca. 2500 Gemälde der europäischen Malerei vom 15. bis zum Anfang des 20. Jhs., von der Frührenaissance bis zum Impressionismus. Die Schwerpunkte liegen auf der niederländischen und flämischen Malerei des 17. Jhs. und der Düsseldorfer Malerschule von 1819-1918.

Die deutsche und italienische Renaissance-Malerei

Zu den ältesten Werken der Sammlung gehören zwei von der Akademie als Lehrbeispiele erworbene Werke der italienischen Renaissance, Cima da Coneglianos „Sacra Conversazione“ von 1495 und G. Bellinis „Pala Priuli“ von 1505-1510. Auch das um 1525 entstandene Genrebild „Das ungleiche Paar“ von Lucas Cranach d. Ä. wurde 1860 für die Akademiesammlung angekauft.

Dirck Hals (1591–1656), Lustige Gesellschaft, 1628
Dirck Hals (1591–1656), Lustige Gesellschaft, 1628, Öl auf Eichenholz, 30,5 x 40,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Die flämische und niederländische Barockmalerei

Die flämische Barockmalerei ist in der Gemäldegalerie durch rund 300 Werke von Rubens, Teniers d. J., van Winghe oder van Douven prominent vertreten. Die zwei großformatigen Gemälde von P. P. Rubens, Die Himmelfahrt Mariae“ und Venus und Adonis, sind aus der kurfürstlichen Sammlung in die Gemäldegalerie gelangt und haben der „Rubensgalerie“ ihren Namen gegeben.

Niederländische Meister des 17. Jhs. wie J. van Goyen, D. Hals, F. van Mieris d. Ä., A. van Ostade, J. I. van Ruisdael und J. van Scorel sind mit wichtigen Werken vertreten. Ein Konvolut hochwertiger Stillleben von A. van Beyeren, J. P. Brueghel, F. Snyders oder A. Mignon runden den Bestand ab.

Giovanni Battista Gaulli, genannt Baciccio (1639–1709), Die Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel, nach 1689
Giovanni Battista Gaulli, genannt Baciccio (1639–1709), Die Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel, nach 1689, Öl auf Leinwand, 99,4 x 99,9 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf, Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf

Die italienische Malerei des Barock und Rokoko

Einzigartig in Deutschland ist die Sammlung von ca. 350 Ölskizzen von Calandrucci, Maratta, Passeri oder Krahe. Beispielhaft für den römischen Barock ist der Entwurf für die Kuppeldekoration der Kirche Sant‘ Agnese an der Piazza Navona in Rom mit der „Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel“ von G. B. Gaulli. Die Ölskizzen der venezianischen „Decoratori“ A. Bellucci, G. A. Pellegrini, D. Zanetti vermitteln einen Eindruck von den teils verlorenen Rokokodekorationen der kurfürstlichen Schlösser.

Joseph Anton Koch (1768–1839), Serpentara-Landschaft mit Zug der Hl. Drei Könige, 1820
Joseph Anton Koch (1768–1839), Serpentara-Landschaft mit Zug der Hl. Drei Könige, 1820, Öl auf Eichenholz, 35,5 x 49,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Klassizismus

Die kleine, aber feine Gruppe klassizistischer Malerei der Gemäldegalerie wird durch Werke J. Ph. Hackerts, J.-B. Regnaults, J. A. Kochs und A. Kauffmanns gebildet. Mit dem Neuankauf des „Bildnisses der Stegreifvirtuosin Teresa Bandettini-Landucci“ wurde 2008 erstmals ein Werk dieser schon zu Lebzeiten international gefeierten Malerin erworben.

Wilhelm von Schadow (1788–1862), Das Doppelbildnis der Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen und Wilhelm zu Solms-Braunfels in Kürassieruniform, 1830, Öl auf Leinwand, 135 x 135 cm, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK
Wilhelm von Schadow (1788–1862), Das Doppelbildnis der Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen und Wilhelm zu Solms-Braunfels in Kürassieruniform, 1830, Öl auf Leinwand, 135 x 135 cm, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK

Die Düsseldorfer Malerschule

Durch die Übernahme von ca. 450 Werken des Vereins zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf im Jahr 1913 lag der Sammlungsschwerpunkt der Gemäldegalerie zunächst auf der Düsseldorfer Malerschule. Der Galerieverein erwarb Hauptwerke von A. Achenbachs "Erftmühle", J. P. Hasenclevers "Weinprobe", A. Tidemands "Andacht der Haugianer", C. F. Lessings "Belagerung" und C. F. Sohns "Tasso und die beiden Leonoren“ teils direkt aus den Ateliers der Künstler. Hinzu kamen nochmals 150 Werke Düsseldorfer Künstler der Stiftung Schoenfeld. In den Ankäufen zwischen 1913-29 folgte der Museumsverein dem Direktor K. Koetschau und dem Kurator W. Cohen (A. Feuerbach, A. Böcklin, F. Hodler, A. Achenbach oder Ch. Rohlfs).

1932 kamen mit der Akademiesammlung 625 Werke als Dauerleihgabe, darunter Gemälde und Ölstudien z.B. von Dücker, von Gebhardt, Rollmann oder Schirmer hinzu, einige aus der Sammlung des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Ab den 1960er-Jahren, auch mit der viel beachteten Ausstellung „Die Düsseldorfer Malerschule“ von 1979 und ab 2002 mit Hilfe des Nachlasses Müller konnte die Sektion der Düsseldorfer Malerschule durch Spitzenstücke von Hildebrandt, Bendemann, Hübner oder Schadow verstärkt werden. Heute gehört der schnell wachsende Bestand von mehr als 1000 Gemälden und ca. 5000 Zeichnungen und Druckgraphiken der Düsseldorfer Malerschule zum bedeutendsten des Landes und wird durch umfassende Forschungs- und Publikationstätigkeiten befördert (Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM).

Anselm Feuerbach (1829-1880), Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875
Anselm Feuerbach (1829-1880), Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875, Öl auf Leinwand, 197 x 113,5 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Die deutsche Malerei des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts

Neben der Düsseldorfer Malerschule besitzt die Gemäldegalerie wichtige Werke von der Romantik bis zum Impressionismus aus verschiedenen europäischen Kunstzentren. Berühmte Maler wie C. D. Friedrich, C. G. Carus , Ch. C. Dahl oder L. Richter geben mit ihren Bildern Einblick in die Blütezeit der Dresdner Landschaftsmalerei.

Ein Konvolut hochwertiger Arbeiten der führenden Nazarener wie P. von Cornelius, F. J. Overbeck oder J. Schnorr von Carolsfeld schließen sich nahtlos an die Düsseldorfer Schule an.

Mit A. Feuerbachs „Am Meer“ besitzt die Gemäldegalerie eine der drei Fassungen der Iphigenie und damit ein zentrales Werk des Deutsch-Römers, der gemeinsam mit Werken von H. von Marées und A. Böcklin die idealistisch-symbolistische Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jhs. in der Gemäldegalerie repräsentiert.

Die Münchner Malerschule mit Gemälden von Spitzweg, Trübner, Schider, Schuch oder Uhde steht im Dialog mit Werken der Berliner Malerei von Blechen, Menzel; sowie herausragenden Werken der drei Impressionisten Liebermann, Corinth und Slevogt.

Die Ausstrahlung der Düsseldorfer Malerschule nach Karlsruhe, Weimar oder Worpswede wird durch Werke von Th. Hagen, Graf von Kalckreuth, O. Modersohn, Ch. Rohlfs oder H. Thoma veranschaulicht. Sie verkünden schon das neue Zeitalter der klassischen Moderne …

Forschung

In der Gemäldegalerie wird der Forschung im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte große Bedeutung zugemessen. Neben der eigenen Forschung unterstützen wir auch Forscher und interessierte Museumsbesucher bei ihren Recherchen und bieten Einsicht in das Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM Neben der sorgfältigen Dokumentation und intensiven Forschung am eigenen Bestand hat die systematische Provenienzforschung in den letzten zehn Jahren in der Gemäldegalerie einen immer höheren Stellenwert erlangt. Daneben wird eine Datenbank mit den Beständen der Gemäldegalerie aufgebaut, einige Informationen sind bereits im Internet abrufbar: https://www.duesseldorf.de/kulturamt/dkult.html. Zusätzlich wird in der Gemäldegalerie an folgenden Forschungsprojekten gearbeitet:

Angelika Kauffmann (1741-1807); Bildnis der Stegreifvirtuosin Teresa Bandettini-Landucci von Lucca; 1794
Angelika Kauffmann (1741-1807); Bildnis der Stegreifvirtuosin Teresa Bandettini-Landucci von Lucca; 1794; Öl auf Leinwand, 128.2 x 93.6 cm; Stiftung Museum Kunstpalast; Düsseldorf

1. Das Angelika Kauffmann Research Project (AKRP)

Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel
Projektmitarbeit: Inken M. Holubec
AKRP ist ein langjähriges internationales Forschungsprojekt unter der Konzeption und Leitung von Bettina Baumgärtel. Das Ziel ist, das kritische Werkverzeichnis der Künstlerin Angelika Kauffmann (1741-1807) zu veröffentlichen und ein Zentrum für die Forschung zum Leben und Werk dieser für den Klassizismus wegweisenden Malerin aufzubauen. Die Arbeit wird unterstützt von der Diplomrestauratorin Inken M. Holubec, die die technologischen Untersuchungen betreut.

2. Ölskizzen des Barock

Der Bestand von 350 Ölskizzen des Barock, die meist aus der Sammlung Lambert W. Krahes stammen, ist bislang nur in Teilen erforscht und veröffentlicht worden. Ziel ist es, den Bestand in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür sind Fragen der Zuschreibung, Datierung, Werkgenese und Technologie von Bedeutung. Erste Schritte wie die sachgerechte Magazinierung, die Sichtung, Ordnung und Dokumentation, wurden bislang durchgeführt.

Eduard Bendemann (1811–1889), Zwei Mädchen am Brunnen, 1833
Eduard Bendemann (1811–1889), Zwei Mädchen am Brunnen, 1833, Öl auf Leinwand, 131 x 183 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

3. Dokumentationszentrum

Düsseldorfer Malerschule DDM 3.1. DDM Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel Projektmitarbeit: Sabine Schroyen, ehrenamtl. Mitarbeit: Eberhard Bieber
Neben der Dokumentation des eigenen Bestandes von über 1000 Werken der Düsseldorfer Malerschule wird das DDM seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich erweitert und aufgebaut. Heute stehen folgende Unterlagen für Nutzer zur Verfügung:

  1. Bild- und Textmaterial zu Künstlern und Künstlerinnen und ihren Werken der Düsseldorfer Malerschule und des Umkreises
  2. Hinweise auf Bestände in anderen Instituten in Deutschland und darüber hinaus
  3. Auswertung von Auktionskatalogen
  4. Teile von Künstler-Nachlässen
  5. Abschrift von Listen der Schüler, die an der Kunstakademie Düsseldorf eingeschrieben waren

Das Ziel ist es, das bisher gesammelte Material zu digitalisieren und online zur Verfügung zu stellen. Die Nutzung des Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM ist dienstags von 10-13 Uhr nach telefonischer Terminabsprache (0049 (0)211.566 42 321) möglich.

3.2. Schriftenreihe: Bild- und Textquellen der Düsseldorfer Malerschule

Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel, Dr. Gabriele Ewenz
Förderung: Kunststiftung Paffrath, Düsseldorf; Lydia und Heinz Rühl Stiftung, Voerde; Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V.
Viele wichtige Quellen zur Düsseldorfer Malerschule, die sich in den Sammlungen und Archiven des In- und Auslands befinden, sollen gehoben, transkribiert, kommentiert und einem breiteren Lesepublikum zugeführt werden. Die Reihe startet mit der Herausgabe des Briefwechsels zwischen den Künstlerfreunden Adolph Schroedter und Wilhelm Nerenz und der Erstpublikation von Skizzenbüchern dieser Künstler.

Giuseppe Passeri (1654–1714), Aurora, vom Morgenstern geleitet, vertreibt die Nacht
Giuseppe Passeri (1654–1714), Aurora, vom Morgenstern geleitet, vertreibt die Nacht, Öl auf Leinwand, 86 x 74 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

4. Die Geschichte und Rekonstruktion der Sammlung Johann Wilhelm von der Pfalz

Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel
Das im Jahr 2000 konzipierte Projekt hat die Rekonstruktion der kurfürstlichen Gemäldegalerie und ihrer Hängungen im Düsseldorfer Stadtschloss anhand der alten Inventare zum Ziel. Erste Ergebnisse wurden in den Ausstellungen und den begleitenden Katalogen „Ein Fest der Malerei. Die niederländischen und flämischen Gemälde im museum kunst palast“ (2005) und „Himmlisch-Herrlich-Höfisch. Peter Paul Rubens, Johann Wilhelm von der Pfalz, Anna Maria Luisa de‘ Medici“ (2009) vorgestellt.

Wilhelm Schadow, Bildnis der Kinder des Künstlers, 1830, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK
Wilhelm Schadow, Bildnis der Kinder des Künstlers, 1830, ©Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Horst Kolberg, Neuss – ARTOTHEK

5. Wilhelm Schadow Werkverzeichnis

“Wilhelm von Schadow hat ein seltenes Talent und Gefühl für die Farbe“, schwärmte schon Caroline von Humboldt. Die Leuchtkraft und der außergewöhnliche Schmelz von Schadows Malerei, die schon die Zeitgenossen faszinierte, offenbart nun das opulent ausgestattete Werkverzeichnis seiner Gemälde, einschließlich der dazugehörigen Zeichnungen und Druckgraphiken. Das von Cordula Grewe, der international anerkannten Schadow-Kennerin, vorgelegte Werkverzeichnis bietet weit mehr als einen umfassenden Überblick. Es genügt den wissenschaftlichen Ansprüchen und spricht zugleich das breite Publikum an, denn Grewes Analysen sind kenntnisreich, tiefgründig und zugleich lesen sie sich süffig wie ein Kriminalroman. Aber vor allem eröffnet Grewe einen völlig neuen Blick auf Schadow und die Kunst der Nazarener im 19. Jahrhundert. Denn tatsächlich ist Schadow als der Sinnlichste unter den Lukasbrüdern hier neu zu entdecken. Erst unter Schadows Direktion entfaltete die Düsseldorfer Kunstakademie internationale Strahlkraft bis in die USA oder nach Australien. Mit den fast 400 Gemälden, Repliken und eigenhändigen Zeichnungen sowie den ca. 50 Kopien und Druckgraphiken von fremder Hand liegt nun erstmals das maßgebliche Nachschlagewerk zu Wilhelm Schadow vor, das durch eine Einführung in sein Leben und Schaffen, eine umfassende Bibliographie und ein Register abgerundet wird. Dieses Standardwerk, das dem Begründer der Düsseldorfer Malerschule endlich Rechnung trägt, wurde wissenschaftlich betreut vom Museum Kunstpalast Düsseldorf in Kooperation mit der Galerie Paffrath.
Cordula Grewe. Wilhelm Schadow Werkverzeichnis der Gemälde mit den dazugehörigen Zeichnungen und Druckgraphiken, hrsg. von B. Baumgärtel u. H. Paffrath, ca. 23 x 28,5 cm, ca. 400 Seiten, ca. 400 Abb., Hardcover, ISBN978-3-7319-0500-4, ca. 69,- €, erscheint im Oktober 2017, Imhof Verlag

Sammler, Stifter und Förderer der Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie verdankt die Vielfalt und Bedeutung ihrer Sammlung zu einem beachtlichen Teil großzügigen Sammlern, Stiftern und Förderern, die zum Erwerb, zur Forschung und Pflege des Bestandes beigetragen haben.

Frans Snyders (1579–1657), Stillleben mit Früchten und Vögeln, 1630
Frans Snyders (1579–1657), Stillleben mit Früchten und Vögeln, 1630, Öl auf Eichenholz, 56,8 x 72,3 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Vereinigungen und Gesellschaften

Grundlegend für die Gemäldegalerie war die Initiative des Vereins zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf. Die 415 bis 1913 gesammelten Werke sind meist von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule, einige aber auch von Malern aus anderen Kunstzentren wie München oder Berlin (L. Corinth, M. Slevogt, C. Spitzweg).

Die 1912 gegründete Gesellschaft zur Ergänzung der Sammlung des Städtischen Kunstmuseums übernahm als Düsseldorfer Museumsverein 1914 die Nachfolge des aufgelösten Galerievereins. Unter den ca. 67 Werken, die der Museumsverein 1913-1922 erwarb, sind A. Achenbachs „Alte Akademie“, A. Feuerbachs „Am Meer“ oder F. J. Overbecks „Der Ostermorgen“. Auch der heutige Nachfolgeverein, die Freunde des Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hat tatkräftig den Ausbau der Gemäldegalerie unterstützt, zuletzt 2004.

Der seit 1829 bestehende Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen machte es sich ebenfalls zur Aufgabe, die Gemäldegalerie durch Schenkung zu fördern. So konnten u. a. mit C. F. Sohns „Tasso und die beiden Leonoren“ und C. Köhlers „Hagar und Ismael“ zwei Hauptwerke der Düsseldorfer Malerschule für die Gemäldegalerie gesichert werden. Mit dem Zweck der Förderung der Gemäldegalerie schrieb der Kunstverein 1852 eigens einen Wettbewerb aus, den W. Sohn mit seinem Erstlingswerk „Jesus und die Jünger auf dem stürmischen Meer“ gewann.

Unter einer Vielzahl der Gönner seien genannt: Arbeitgeberverband der Eisen- und Stahlindustrie (1929), Rheinische Bahngesellschaft, Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat, Bankhaus Trinkaus (1933). Um 1938 ermöglichte die Museumsspende der Düsseldorfer Wirtschaft den Erwerb erstklassiger Gemälde von Borssom, Both, Carus, Kolbe oder Snyders.

Olof Jernberg (1855–1935), Bretagnelandschaft, um 1880/81
Olof Jernberg (1855–1935), Bretagnelandschaft, um 1880/81, Öl auf Holz, 55 x 46 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Vermächtnisse und Schenkungen aus privater Hand

Durch das Vermächtnis von Kommerzienrat Dr. Franz Schoenfeld von 1911 gelangten 150 Bilder vorwiegend Düsseldorfer Künstler in die Sammlung. 14 Werke der Düsseldorfer Malerschule kamen 1924 aus dem Nachlass des Sammlers Laurenz Heinrich Hetjens in die Gemäldegalerie. Der Nachlass Prof. Olof Jernberg, der 1940 von der Witwe vermacht wurde, gibt mit über 300 Ölskizzen und Gemälden Einblick in die Freilichtmalerei der Düsseldorfer Malerschule. Bei den privaten Schenkungen singulärer Werke lässt sich ebenfalls eine Konzentration auf die Düsseldorfer Malerschule feststellen: H. F. Gudes „Abziehendes Gewitter am Hallstätter See“ 1975 oder E. Bendemanns „Zwei Mädchen“ 1981.

Für den Bestand der niederländischen und flämischen Malerei waren die Schenkung Dr. M. J. Binder (1947/1994), das Vermächtnis des Ehepaars Juliane und Werner Lindgens (1947) und das Vermächtnis des Generalkonsuls Paul Girardet (1970) von besonderer Bedeutung, aber auch das der Else Mark, Henriette Eckelt, E. P. Korus u. a. Dank M. J. Binder verfügt die Gemäldegalerie über 60 Spitzenstücke u.a. von J. van Scorel, D. Teniers d. J. oder P. Lastman. Dem Vermächtnis Lindgens sind reizvolle Stillleben von J. P. Brueghel, J. P. Gillemans d. Ä., J. van Son oder von Vater und Sohn G. P. Verbruggen zu verdanken. Paul Girardet stiftete 16 Kabinettstücke des 17. Jhs. von A. van Ostade, D. Hals oder F. van Mieris d. Ä.

Pieter Lastman (1583–1633), Jonas und der Wal, 1621
Pieter Lastman (1583–1633), Jonas und der Wal, 1621, Öl auf Eichenholz, 36 x 52,1 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Auch ein kleiner Fundus spanischer Werke aus der Sammlung Wesendonk aus Bonn (1936) schließt gut an die Akademiesammlung an.

Unter den Gönnern der Gemäldegalerie finden sich die Künstler der Düsseldorfer Malerschule selbst mit ihren Erben, u. a. von A. Achenbach, E. Bendemann, A. v. Bochmann, M. Clarenbach, E. Dücker, G. Grobe, G. Janssen, Th. Hagen, F. Ittenbach, G. Oeder, H. E. Pohle, W. v. Schadow, J. W. Schirmer, C. F. Sohn oder R. Wiegmann.

Auch aus Kreisen des Adels, der Wirtschaft, Industrie und Verwaltung kamen Spenden: Bankdirektor Brühaus, Konsul Böhler, Konsul Friedrich, Kommerzienrat Franz Haniel, René Heinersdorff, Fritz Henkel, von der Heydt, Konsul H. Liesenfeldt, Landgerichtsdirektor Max Lissauer, Heinrich Lueg, F. Medicus, Familie Neven du Mont, Familie Poensgen, Prinz Georg von Preußen, Baronin von Reichlin, Kommerzienrat Dr. Schiess, Baron Thyssen-Bornemisza oder Regierungsrat von Waetjen.

Die Düsseldorfer Galerien Paffrath und Alfred Flechtheim, das Kunsthaus F. G. Conzen, die Kunsthandlung Julius Stern schenkten ebenfalls einzelne Werke an die Gemäldegalerie.

Seit 2006 konnten durch den Nachlass Werner Gerhard Linus Müller, Düsseldorf, für die Gemäldegalerie bedeutende Werke von A. Kauffmann, C. F. Lessing, J. W. Schirmer, A. Schroedter, J. P. Hasenclever u. a. erworben werden.

Dirck Hals (1591-1656); Lustige Gesellschaft, 1628
Dirck Hals (1591-1656); Lustige Gesellschaft, 1628; Öl auf Eichenholz, 30,5 x 40,4 cm; Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Gemäldegalerie; Vermächtnis Paul Girardet, Meerbusch-Büderich; Foto: Stefan Arendt

Dauerleihgeber

Neben der Sammlung der Kunstakademie, die seit 1932 als Dauerleihgabe die Gemäldegalerie bereichert, wurde die Gemäldegalerie durch Leihgaben der Staatlichen Museen zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz) als Kompensation der verlorenen kurfürstlichen Sammlung ergänzt.

Als Leihgaben der Bundesrepublik Deutschland aus ehem. Reichsbesitz finden sich seit den 1960er Jahren u. a. Gemälde von Lenbach, Spitzweg und Stuck in der Gemäldegalerie. 2010 konnte „Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht“ von Böcklin, die sich seit 1966 in der Gemäldegalerie befand, im Rahmen eines Verfahrens zur Wiedergutmachung mit Hilfe der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Bezirksregierung NRW, der Kunststiftung NRW, der Kulturstiftung der Länder, des BKM aus der Sammlung Eduard Behrens sen. erworben werden.

Die Stiftung Sammlung Volmer, Wuppertal, ist mit Leihgaben von C. Eybe, Th. Hildebrandt, E. Leutze, W. Nerenz und A. Schroedter prominent vertreten. Weitere Dauerleihgaben der Düsseldorfer Malerschule stammen vom Kultusministerium NRW (F. Neuhaus), der Kunststation St. Peter, Köln (E. Deger) und der LETTER Stiftung, Köln (A. Kampf). 2011 sorgte die Übernahme von Schadows „ Jüngstes Gericht“ aus dem Düsseldorfer Landgericht für Aufsehen. Gemälde von A. und O. Achenbach, J. P. Hasenclever, F. Th. Hildebrandt, C. F. Lessing, E. W. Pose, C. F. Sohn aus Privatsammlungen bereichern als langfristige Leihgaben zusätzlich die Gemäldegalerie.

Publikationen

Gemäldegalerie - Alte Malerei, 19. Jahrhundert

Die Publikationsliste finden Sie hier als pdf-Download.

Kataloge können unter folgendem Kontakt bestellt werden: petra.hecht(at)smkp.de

Vergriffene Kataloge können Sie in der Bibliothek einsehen.

Ein Fest der Malerei
Die niederländische und flämische Gemäldesammlung des 16.-18. Jahrhunderts im museum kunst palast hrsg. u. bearb. v. Baumgärtel, Bettina unter Mitarbeit von Kathrin Bürger (Ausstellungs- und Bestandskatalog mit CD-ROM), Seemann Verlag, Leipzig 2005

Carl Friedrich Lessing. Romantiker und Rebell
hrsg. v. Martina Sitt, mit Beitr. v. Otto Baur, Edgar Bierende [u. a.], Kunstmuseum Düsseldorf, Donat Verlag, Bremen 2000

Angesichts der Ereignisse
Facetten der Historienmalerei zwischen 1830 und 1900 bearb. v. Martina Sitt unter Mitarbeit v. Bernd Kortländer u. Sylvia Martin, Kunstmuseum Düsseldorf, Böhlau Verlag, Köln 1999

Angesichts des Alltäglichen
Genremotive in der Malerei zwischen 1830 und 1900 bearb. von Martina Sitt unter Mitarbeit von Ute Ricke-Immel, Kunstmuseum Düsseldorf, Böhlau Verlag, Köln 1996

SPOT on Kataloge:

Bettina Baumgärtel: GERMAN GROBE und die Düsseldorfer Malerschule in Katwijk, Die Schenkung Eberhard Bieber, Düsseldorf, 2016

Bettina Baumgärtel: Das große ‚A‘ der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Andreas Achenbach zum 200 Geburtstag, 2015

Nicole Roth: “…das Land der Griechen mit der Seele suchend”. Feuerbachs Iphigenien vereint, 2012

Bettina Baumgärtel: Bleiberecht für Diana. Zum Ankauf von Arnold Böcklins Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht, 2010

Nicole Roth:  Olof Jernberg. Der natürliche Blick, 2008

 

 

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