News aus der Sammlung
Hockney auf Reisen
Das Bild „Flight into Italy - Swiss Landscape” (1962) von David Hockney ist Teil der Sammlung des Museum Kunstpalast und wird ab dem 14. Mai bis 30. September 2012 im Guggenheim Museum Bilbao gezeigt. Dies ist die zweite Station der Ausstellung „David Hockney RA: A Bigger Picture“, die in der Royal Academy of Arts in London (21.1 – 9.4.2012) ihr Debut feierte und dort 600.000 Besucher anzog. Die Ausstellung zeigt die neuen großformatigen Landschaftsbilder des Künstlers und setzt sie in Beziehung zu früheren Arbeiten, um so Hockneys konstantes Interesse an der Darstellung von Natur widerzuspiegeln.
Die Werkauswahl trafen die Kuratoren Marco Livingstone und Edith Devaney in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und fragten als ein wichtiges Beispiel in der Entwicklung der Landschaftsmalerei unser Werk „Flight into Italy – Swiss Landscape“ als Leihgabe an. Auf seiner Reise nach London und Bilbao wird das fragile Werk vom Leiter der Abteilung Moderne des Museum Kunstpalast, Kay Heymer, als Kurier begleitet, der sich so über Sicherheit und Unversehrtheit unserer Leihgabe vergewissert.
Anlässlich der Ausstellung ist im Hirmer Verlag ein umfangreicher Katalog erschienen, der Essays zu Hockneys Landschaftsmalereien versammelt.
Schrift und Bild
Neue Präsentation im Bereich Moderne im 1. OG
Das Verhältnis von Schrift und Bild ist ein ebenso grundsätzliches Thema in der Malerei wie es die traditionellen Gattungen von Stillleben, Portrait und Landschaft sind. Diese Präsentation von Werken aus der Sammlung des Museums, mit Schwerpunkt auf der jüngsten Schenkung der Stiftung Sammlung Kemp sowie zwei Leihgaben, widmet sich dieser Fragestellung mit Werken, in denen Schrift in vielfältiger Weise eingesetzt, dargestellt oder reflektiert wird.
Künstler aus dem Umfeld des Informel betonten einerseits die kalligrafischen Aspekte der Schrift, wie das unbetitelte Bild von Cy Twombly, Walther Stöhrers Drei Köpfe und die Plakatabrisse von Raymond Hains und Jacques Villeglé, setzen andererseits aber auch auf die poetische Suggestionskraft der Worte – wie Gerhard Hoehmes vieldeutige Tafel mit dem Titel Brevier und Manifest - palimpseste manifeste aus dem Jahr 1962.
Schrift als Druckerzeugnis spiegelt sich in der Arbeit des Künstlerpoeten Ferdinand Kriwet, der mit seiner sorgfältigen Bleistiftzeichnung auf Leinwand die industriellen Lettern auf ihre handwerkliche Herkunft zurückführt. Für Anna Oppermann erscheint Schrift wie ein weiteres bildnerisches Versatzstück oder ein Bestandteil für ein Stillleben, ähnlich einer Pflanze oder einer Ornamentform.
Die meisten Arbeiten in dieser Präsentation sind einige Jahrzehnte alt. Drei neuere Werke verweisen auf die anhaltende Aktualität der Thematik und lassen sich zum Teil präzise mit früheren Werken in Beziehung bringen. Paule Hammers spektakuläres Bild Was ich will wird sein von 2009 war Teil einer dichten Rauminstallation, in der die Schrift bis auf Wände und Boden des Galerieraumes wucherte. Chris Succos Arbeit wird von einem Schriftzug dominiert, der von der Strasse zu kommen scheint und wie Graffiti wirkt.






