Ehrenhof Preis

Auf Initiative des Stifters Dr. Georg Landsberg wurde 2016 der Ehrenhof Preis gegründet, der gemeinsam mit dem Museum Kunstpalast jährlich an Absolventinnen und Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie verliehen wird. Während des traditionellen Frühjahr-Rundgangs wird von einer Jury der Preisträger/die Preisträgerin bestimmt und ein Preisgeld vergeben. Darüber hinaus schließt der Preis im Folgejahr eine kleine Museumsausstellung mit Begleitpublikation ein.

Ulrike Schulze

Ulrike Schulze, Arthur,  Jonathan, 2017
Ulrike Schulze, Arthur, 2017, bemalte Keramik, bemalte Rohspanplatte, Rollen, Rohspankeil, 84,5 x 38,4 x 22,9 cm, Inv.-Nr. 0.2017.12, © Ulrike Schulze, 2017
Ulrike Schulze, Jonathan, 2017, bemalte Keramik, bemalte Rohspanplatte, Rollen, Rohspankeil, 71,1 x 37,3 x 26,2 cm, Inv.-Nr. 0.2017.13, © Ulrike Schulze, 2017

Die erste Trägerin des Ehrenhof Preises ist Ulrike Schulze. Geboren 1985, schloss sie ihr Studium 2016 bei Rebecca Warren ab. In ihren skulpturalen Arbeiten setzt sie sich in der Regel mit den Präsentationsorten und -gegebenheiten auseinander, so auch in ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast, der sie den Namen „Panama“ gab. Mit wenigen kruden Objekten aus Bauplatten, Ton oder Beton erschließt sie den Raum. Durch die zurückhaltende, aber gezielte Positionierung der Skulpturen wird die Architektur zu einem gleichwertigen Gestaltungselement – bestimmte Eigenheiten des Ortes treten hervor, Übergänge zwischen Installation und Ausstellungssaal werden verunklärt. In dieser Unbestimmtheit gelangen wir nach „Panama“. Neben dem realen Land löst der Titel spielerische Assoziationen aus.

Morgaine Schäfer

Morgaine Schäfer Einladungskarte / Schwimmbad (Brome), 2017 Inkjet Print 21 x 29 cm © Morgaine Schäfer / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Morgaine Schäfer, Einladungskarte / Schwimmbad (Brome), 2017, Inkjet Print, 21 x 29 cm, © Morgaine Schäfer / VG Bild-Kunst, Bonn

Morgaine Schäfer ist die 2. Trägerin des Ehrenhof-Preises. Morgaine Schäfer wurde 1989 in Wolfsburg geboren und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Christopher Williams. Sie erhielt den Preis für ihre Arbeit „Westen – wschód“, in der sie anhand von Familienfotos ihre eigene Geschichte reflektiert und Fragen der Identität behandelt. In ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast 2018 anlässlich der Preisverleihung knüpft sie an diese Fragestellung an und nimmt eine Reihe von Holzreliefs als Ausgangspunkt, die in der Tradition niedersächsischer Fachwerkdekoration stehen und von einem ihrer Vorfahren am Beginn des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden. Eine Fotografie der Reliefs in ihrer derzeitigen Präsentation bildet die Basis der Arbeit. Morgaine Schäfer reflektiert mit dieser Arbeit das Potenzial des Mediums der Fotografie und fragt nach der Verbindlichkeit handwerklicher Ethik, nach Identität und Heimat. Sie verweist mit ihrer Arbeit auf die komplexe und teils widersprüchliche Weise, in der sich Identität bilden kann. Die Ausstellung ist gleichzeitig auch der Beitrag des Museum Kunstpalast zu Düsseldorf Photo. Begleitend erscheint eine Publikation der Künstlerin.

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