Jutta Cuny-Franz Foundation

Jutta Cuny, "Narcisse endormi" (eingeschlafener Narziss), Lomazzo bei Como, Italien, 1983; Schenkung Ruth-Maria Franz
Jutta Cuny, "Narcisse endormi", Lomazzo bei Como, Italien, 1983, Schenkung Ruth-Maria Franz (P 1993-24 a,b), Foto: Studio Fuis, Köln

Zur bleibenden Erinnerung an die Bildhauerin Jutta Cuny (1940–1983) hat die Mutter der Künstlerin, Dr. Ruth-Maria Franz (1910–2008) den Jutta-Cuny-Franz-Erinnerungspreis gestiftet.

Jutta Cuny zählte seit der Mitte der 1970er Jahre bis zu ihrem tragischen frühen Unfalltod zu den profiliertesten Glasbildhauerinnen in Europa. Ihre in Sandstrahltechnik aus dem massiven Material gearbeiteten Bildwerke eröffneten der Glasgestaltung neue Möglichkeiten. Ihre kubischen, klar geformten und polierten Glasblöcke erhielten Gestalt durch eine komplexe, mattierte Innenform. Im durchsichtigen Glas fand Jutta Cuny den ihr gemäßen Werkstoff, den sie mit anderen Materialien kontrastierte.

Dank großzügiger Schenkungen und dem Vermächtnis von Ruth-Maria Franz verfügt das Glasmuseum Hentrich heute über den künstlerischen Nachlass von Jutta Cuny, einschließlich fünf ihrer Hauptwerke und mehrerer kleinerer Arbeiten, und damit über die wohl umfassendste Sammlung von Werken der Künstlerin in öffentlichem Besitz.

 

Die Bildhauerin Jutta Cuny in ihrem Atelier, um 1982.
Die Bildhauerin Jutta Cuny in ihrem Atelier, um 1982. Foto: Enrico Cattaneo, Mailand

Die Jutta Cuny-Franz Foundation hatte zunächst ihren Sitz in Wien und wurde auf Wunsch der Gründerin 1994 auf das Glasmuseum Hentrich in Düsseldorf übertragen. Das Glasmuseum, ein Teil des Museum Kunstpalast (damals Kunstmuseum Düsseldorf), übernahm damit die Verantwortung für die künftige Erfüllung der Aufgaben der Foundation.

Ziel der Jutta Cuny-Franz Foundation ist die weltweite Förderung junger Künstlerinnen und Künstler, die außergewöhnliche Leistungen erwarten lassen und in deren Arbeiten Glas eine maßgebliche Rolle spielt. Wesentliches Instrument der Stiftung ist die Vergabe von Preisen alle zwei Jahre. Der Jutta-Cuny-Franz-Erinnerungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert, zwei Förderpreise sind jeweils mit 1.500 Euro ausgestattet.

Zu den Aktivitäten der Foundation zählt auch die Ausstellung von Arbeiten früherer Preisträger in Düsseldorf. Eine große Überblicksausstellung fand im Jahr 2000 unter dem Titel „Zugriff—Spirited Approach“ statt.

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