Forschung
Forschung
In der Gemäldegalerie wird der Forschung im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte große Bedeutung zugemessen. Neben der eigenen Forschung unterstützen wir auch Forscher und interessierte Museumsbesucher bei ihren Recherchen und bieten Einsicht in das Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM Neben der sorgfältigen Dokumentation und intensiven Forschung am eigenen Bestand hat die systematische Provenienzforschung in den letzten zehn Jahren in der Gemäldegalerie einen immer höheren Stellenwert erlangt. Daneben wird eine Datenbank mit den Beständen der Gemäldegalerie aufgebaut, einige Informationen sind bereits im Internet abrufbar: www.duesseldorf.de/kultur/kulturamt/dkult/. Zusätzlich wird in der Gemäldegalerie an folgenden Forschungsprojekten gearbeitet:
1. Die Geschichte und Rekonstruktion der Sammlung Johann Wilhelm von der Pfalz
Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel
Das im Jahr 2000 konzipierte Projekt zielt auf die ? auch digitale ? Rekonstruktion der kurfürstlichen Gemäldegalerie und ihrer Hängungen im Düsseldorfer Stadtschloss anhand der alten Inventare. Erste Ergebnisse wurden in den Ausstellungen und den begleitenden Katalogen „Ein Fest der Malerei. Die niederländischen und flämischen Gemälde im museum kunst palast“ (2005) und „Himmlisch-Herrlich-Höfisch. Peter Paul Rubens, Johann Wilhelm von der Pfalz, Anna Maria Luisa de‘ Medici“ (2009) vorgestellt.
2. Ölskizzen des Barock
Der Bestand von 350 Ölskizzen des Barock, die meist aus der Sammlung Lambert W. Krahes stammen, ist bislang nur in Teilen erforscht und veröffentlicht worden. Ziel ist es, den Bestand in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür sind Fragen der Zuschreibung, Datierung, Werkgenese und Technologie von Bedeutung. Erste Schritte wie die sachgerechte Magazinierung, die Sichtung, Ordnung und Dokumentation, wurden bislang durchgeführt.
3. Dokumentationszentrum
Düsseldorfer Malerschule DDM 3.1. DDM Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel Projektmitarbeit: Nicole Roth, Sabine Schroyen, ehrenamtl. Mitarbeit: Hanne Nettelbeck Neben der Dokumentation des eigenen Bestandes von über 1000 Werken der Düsseldorfer Malerschule wird das DDM seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich erweitert und aufgebaut. Heute stehen folgende Unterlagen für Nutzer zur Verfügung:
- Bild- und Textmaterial zu Künstlern und Künstlerinnen und ihren Werken der Düsseldorfer Malerschule und des Umkreises
- Hinweise auf Bestände in anderen Instituten in Deutschland und darüber hinaus
- Auswertung von Auktionskatalogen
- Teile von Künstler-Nachlässen
- Abschrift von Listen der Schüler, die an der Kunstakademie Düsseldorf eingeschrieben waren
Das Ziel ist es, das bisher gesammelte Material zu digitalisieren und online zur Verfügung zu stellen. Die Nutzung des Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM ist nach telefonischer Terminabsprache (0049 (0)211. 899 2479) möglich.
3.2. Schriftenreihe: Bild- und Textquellen der Düsseldorfer Malerschule
Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel, Dr. Gabriele Ewenz
Förderung: Kunststiftung Paffrath, Düsseldorf; Lydia und Heinz Rühl Stiftung, Voerde; Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V.
Viele wichtige Quellen zur Düsseldorfer Malerschule, die sich in den Sammlungen und Archiven des In- und Auslands befinden, sollen gehoben, transkribiert, kommentiert und einem breiteren Lesepublikum zugeführt werden. Die Reihe startet mit der Herausgabe des Briefwechsels zwischen den Künstlerfreunden Adolph Schroedter und Wilhelm Nerenz und der Erstpublikation von Skizzenbüchern dieser Künstler.
4. Das Angelika Kauffmann Research Project (AKRP)
Projektleitung: Dr. Bettina Baumgärtel
Projektmitarbeit: Inken M. Holubec
AKRP ist ein langjähriges internationales Forschungsprojekt unter der Konzeption und Leitung von Bettina Baumgärtel. Das Ziel, ist das kritische Werkverzeichnis der Künstlerin Angelika Kauffmann (1741-1807) zu veröffentlichen und ein Zentrum für die Forschung zum Leben und Werk dieser für den Klassizismus wegweisenden Malerin aufzubauen. Die Arbeit wird unterstützt von der Diplomrestauratorin Inken M. Holubec, die die technologischen Untersuchungen betreut.











