Dirck Hals (1591–1656), Lustige Gesellschaft, 1628, Öl auf Eichenholz, 30,5 x 40,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Dirck Hals (1591–1656), Lustige Gesellschaft, 1628, Öl auf Eichenholz, 30,5 x 40,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Giovanni Battista Gaulli, genannt Baciccio (1639–1709), Die Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel, nach 1689, Öl auf Leinwand, 99,4 x 99,9 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf, Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf
Giovanni Battista Gaulli, genannt Baciccio (1639–1709), Die Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel, nach 1689, Öl auf Leinwand, 99,4 x 99,9 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf, Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf
Joseph Anton Koch (1768–1839), Serpentara-Landschaft mit Zug der Hl. Drei Könige, 1820, Öl auf Eichenholz, 35,5 x 49,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Joseph Anton Koch (1768–1839), Serpentara-Landschaft mit Zug der Hl. Drei Könige, 1820, Öl auf Eichenholz, 35,5 x 49,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Wilhelm von Schadow (1788–1862), Das Doppelbildnis der Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen und Wilhelm zu Solms-Braunfels in Kürassieruniform, 1830, Öl auf Leinwand, 135 x 135 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Wilhelm von Schadow (1788–1862), Das Doppelbildnis der Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen und Wilhelm zu Solms-Braunfels in Kürassieruniform, 1830, Öl auf Leinwand, 135 x 135 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Anselm Feuerbach (1829-1880), Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875, Öl auf Leinwand, 197 x 113,5 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Anselm Feuerbach (1829-1880), Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875, Öl auf Leinwand, 197 x 113,5 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Christian Rohlfs (1849–1938), Abstraktion (Der blaue Berg), 1912, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf
Christian Rohlfs (1849–1938), Abstraktion (Der blaue Berg), 1912, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf

Bestand der Gemäldegalerie

Der Bestand der Gemäldegalerie umfasst ca. 2500 Gemälde der europäischen Malerei vom 15. bis zum Anfang des 20. Jhs., von der Frührenaissance bis zum Impressionismus. Die Schwerpunkte liegen auf der niederländischen und flämischen Malerei des 17. Jhs. und der Düsseldorfer Malerschule von 1819-1918.

Die deutsche und italienische Renaissance-Malerei

Zu den ältesten Werken der Sammlung gehören zwei von der Akademie als Lehrbeispiele erworbene Werke der italienischen Renaissance, Cima da Coneglianos „Sacra Conversazione“ von 1495 und G. Bellinis „Pala Priuli“ von 1505-1510. Auch das um 1525 entstandene Genrebild „Das ungleiche Paar“ von Lucas Cranach d. Ä. wurde 1860 für die Akademiesammlung angekauft.

Die flämische und niederländische Barockmalerei

Die flämische Barockmalerei ist in der Gemäldegalerie durch rund 300 Werke von Rubens, Teniers d. J., van Winghe oder van Douven prominent vertreten. Die zwei großformatigen Gemälde von P. P. Rubens, „Die Himmelfahrt Mariae“ (Link zu Highlights) und "Venus und Adonis", sind aus der kurfürstlichen Sammlung in die Gemäldegalerie gelangt und haben der „Rubensgalerie“ ihren Namen gegeben.

Niederländische Meister des 17. Jhs. wie J. van Goyen, D. Hals, F. van Mieris d. Ä., A. van Ostade, J. I. van Ruisdael und J. van Scorel sind mit wichtigen Werken vertreten. Ein Konvolut hochwertiger Stillleben von A. van Beyeren, J. P. Brueghel, F. Snyders oder A. Mignon runden den Bestand ab.

Die italienische Malerei des Barock und Rokoko

Einzigartig in Deutschland ist die Sammlung von ca. 350 Ölskizzen von Calandrucci, Maratta, Passeri oder Krahe. Beispielhaft für den römischen Barock ist der Entwurf für die Kuppeldekoration der Kirche Sant‘ Agnese an der Piazza Navona in Rom mit der „Aufnahme der hl. Agnes in den Himmel“ von G. B. Gaulli. Die Ölskizzen der venezianischen „Decoratori“ A. Bellucci, G. A. Pellegrini, D. Zanetti vermitteln einen Eindruck von den teils verlorenen Rokokodekorationen der kurfürstlichen Schlösser.

Klassizismus

Die kleine, aber feine Gruppe klassizistischer Malerei der Gemäldegalerie wird durch Werke J. Ph. Hackerts, J.-B. Regnaults, J. A. Kochs und A. Kauffmanns gebildet. Mit dem Neuankauf des „Bildnisses der Stegreifvirtuosin Teresa Bandettini-Landucci“ wurde 2008 erstmals ein Werk dieser schon zu Lebzeiten international gefeierten Malerin erworben.

Die Düsseldorfer Malerschule

Durch die Übernahme von ca. 450 Werken des Vereins zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf im Jahr 1913 lag der Sammlungsschwerpunkt der Gemäldegalerie zunächst auf der Düsseldorfer Malerschule. Der Galerieverein erwarb Hauptwerke von A. Achenbachs "Erftmühle", J. P. Hasenclevers "Weinprobe", A. Tidemands "Andacht der Haugianer", C. F. Lessings "Belagerung" und C. F. Sohns "Tasso und die beiden Leonoren“ teils direkt aus den Ateliers der Künstler. Hinzu kamen nochmals 150 Werke Düsseldorfer Künstler der Stiftung Schoenfeld. In den Ankäufen zwischen 1913-29 folgte der Museumsverein dem Direktor K. Koetschau und dem Kurator W. Cohen (A. Feuerbach, A. Böcklin, F. Hodler, A. Achenbach oder Ch. Rohlfs).

1932 kamen mit der Akademiesammlung 625 Werke als Dauerleihgabe, darunter Gemälde und Ölstudien z.B. von Dücker, von Gebhardt, Rollmann oder Schirmer hinzu, einige aus der Sammlung des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Ab den 1960er-Jahren, auch mit der viel beachteten Ausstellung „Die Düsseldorfer Malerschule“ von 1979 und ab 2002 mit Hilfe des Nachlasses Müller konnte die Sektion der Düsseldorfer Malerschule durch Spitzenstücke von Hildebrandt, Bendemann, Hübner oder Schadow verstärkt werden. Heute gehört der schnell wachsende Bestand von mehr als 1000 Gemälden und ca. 5000 Zeichnungen und Druckgraphiken der Düsseldorfer Malerschule  zum bedeutendsten des Landes und wird durch umfassende Forschungs- und Publikationstätigkeiten befördert (Dokumentationszentrum Düsseldorfer Malerschule DDM).

Die deutsche Malerei des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts

Neben der Düsseldorfer Malerschule besitzt die Gemäldegalerie wichtige Werke von der Romantik bis zum Impressionismus aus verschiedenen europäischen Kunstzentren. Berühmte Maler wie C. D. Friedrich, C. G. Carus , Ch. C. Dahl oder L. Richter geben mit ihren Bildern Einblick in die Blütezeit der Dresdner Landschaftsmalerei.

Ein Konvolut hochwertiger Arbeiten der führenden Nazarener wie P. von Cornelius, F. J. Overbeck oder J. Schnorr von Carolsfeld schließen sich nahtlos an die Düsseldorfer Schule an.

Mit A. Feuerbachs „Am Meer“ besitzt die Gemäldegalerie eine der drei Fassungen der Iphigenie und damit ein zentrales Werk des Deutsch-Römers, der gemeinsam mit Werken von H. von Marées und A. Böcklin die idealistisch-symbolistische Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jhs. in der Gemäldegalerie repräsentiert.

Die Münchner Malerschule mit Gemälden von Spitzweg, Trübner, Schider, Schuch oder Uhde steht im Dialog mit Werken der Berliner Malerei von Blechen, Menzel  sowie herausragenden Werken der drei Impressionisten Liebermann, Corinth und Slevogt.

Die Ausstrahlung der Düsseldorfer Malerschule nach Karlsruhe, Weimar oder Worpswede wird durch Werke von Th. Hagen, Graf von Kalckreuth, O. Modersohn, Ch. Rohlfs oder H. Thoma veranschaulicht. Sie verkünden schon das neue Zeitalter der klassischen Moderne.