AFORK – Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene

Manfred Leve, 1936 – 2012; Karl Otto Götz, Düsseldorf 1959; S/W-Fotografie, Gelatinesilberabzug; Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene; © Nachlass Manfred Leve
Manfred Leve, 1936 – 2012; Karl Otto Götz, Düsseldorf 1959; S/W-Fotografie, Gelatinesilberabzug; Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene; © Nachlass Manfred Leve

Das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, die Geschichte der rheinischen Kunstszene seit den 1950er-Jahren mit fotografischen Dokumenten erfahrbar zu machen, die sich weder durch schriftliche Quellen noch durch Kunstwerke angemessen darstellen lassen. Die Riege der Künstler, die hier gezeigt werden, liest sich wie ein Auszug aus dem who is who der Gegenwartskunst: Bernd und Hilla Becher, Joseph Beuys, Tony Cragg , Katharina Fritsch, Andreas Gursky, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Nam June Paik, Otto Piene, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Thomas Schütte, Thomas Struth und Günther Uecker - um nur einige zu nennen. Viele Werke dieser Künstler finden sich heute in den großen Museen der Welt, die teils legendär gewordenen Happenings, Aktionen und Ausstellungen sind jedoch oft nur noch in der Erinnerung der Beteiligten präsent. Es ist ein Glücksfall für die Kunstgeschichte und das facettenreiche Düsseldorfer Kunstgeschehen, dass sich bereits frühzeitig renommierte Fotografen und Fotografinnen wie Bernd Jansen, Benjamin Katz, Erika Kiffl, Ute Klophaus, Manfred Leve, Reiner Ruthenbeck u.a. darauf spezialisierten, diese Ereignisse mit der Kamera festzuhalten.

Die derzeit mehr als 8000 Papierabzüge und weit über 30.000 Ektachrome und Bildnegative umfassende und ständig erweiterte Sammlung leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag als Quelle für die kunsthistorische Forschung und für internationale Ausstellungsprojekte. Die fast 100 Fotografinnen und Fotografen, deren Arbeiten hier zusammengebracht werden, sind dabei nicht bloße Dokumentaristen, sondern Schöpfer von Bildern mit eigener künstlerischer Kraft und Originalität.

Eine Auswahl aus dem AFORK im eMuseum finden Sie hier.

Erika Kiffl: Ulrike Rosenbach, Performance „Meine Macht ist meine Ohnmacht“, im Kunstmuseum Düsseldorf, 1978, S/W-Fotografie, Silbergelatineabzug, AFORK
Erika Kiffl: Ulrike Rosenbach, Performance „Meine Macht ist meine Ohnmacht“, im Kunstmuseum Düsseldorf, 1978, S/W-Fotografie, Silbergelatineabzug, AFORK

Das AFORK, deren Ankäufe bisher regelmäßig von der Kunststiftung NRW gefördert wurden, besitzt umfangreiche Konvolute der Fotografen Benjamin Katz, Erika Kiffl und Manfred Leve, mit deren Zusammenarbeit das Archiv in den ersten Jahren aufgebaut wurde. Willi Kemp, der 2011 seine Kunstsammlung dem Museum Kunstpalast schenkte, brachte in diesem Zuge ebenso seine gesamten Fotografien, die er während seiner Begegnungen mit Künstlerfreunden aufnahm, in das AFORK ein. Seit 2013 besitzt das Fotoarchiv den Vorlass von Nic Tenwiggenhorn mit Papierabzügen, Ektachromen und Kleinbildnegativen. 2017 wurde das gesamte Archiv von Erika Kiffl erworben, insgesamt 9000 Negative. Darüber hinaus konnte das Repertoire des AFORK durch Konvolute von Leonardo Bezzola, Anna Giese, Gianfranco Gorgoni, Peter Moore, Angelika Platen, Sebastian Riemer, Joaquín Romero Frías, Jörg Sasse, Katharina Sieverding, Claudia van Koolwijk, Julia van Koolwijk, Hildegard Weber, Jost Wischnewski, Lothar Wolleh u. a. erweitert und damit auch die jüngere Kunstszene dokumentiert werden.

Eine Publikationsliste zum AFORK finden Sie hier als pdf.
Kataloge können unter folgendem Kontakt bestellt werden: petra.hecht(at)smkp.de
Vergriffene Kataloge können Sie in der Bibliothek einsehen.

 

 

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