Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK)

Manfred Leve, 1936 – 2012; Karl Otto Götz, Düsseldorf 1959; S/W-Fotografie, Gelatinesilberabzug; Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene; © Nachlass Manfred Leve
Manfred Leve, 1936 – 2012; Karl Otto Götz, Düsseldorf 1959; S/W-Fotografie, Gelatinesilberabzug; Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene; © Nachlass Manfred Leve

Das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) wurde 2003 von Stephan von Wiese mit dem Ziel begründet, die Geschichte der Düsseldorfer und der rheinischen Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit Dokumenten erfahrbar zu machen, die sich weder durch schriftliche Quellen noch durch Kunstwerke angemessen darstellen lassen.

Die inzwischen nahezu 8000 Fotografien umfassende und ständig erweiterte Sammlung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Schilderung dieser Kunstgeschichte, deren internationale Ausstrahlung spätestens seit den Aktionen der ZERO-Künstler und der Fluxus-Bewegung offenkundig wurde. Die 75 Fotografen, deren Arbeiten in diesem Archiv zusammengebracht werden, sind dabei nicht bloße Dokumentaristen, sondern Schöpfer von Bildern mit eigener künstlerischer Kraft und Originalität.

Erika Kiffl: Ulrike Rosenbach, Performance „Meine Macht ist meine Ohnmacht“, im Kunstmuseum Düsseldorf, 1978, S/W-Fotografie, Silbergelatineabzug, AFORK
Erika Kiffl: Ulrike Rosenbach, Performance „Meine Macht ist meine Ohnmacht“, im Kunstmuseum Düsseldorf, 1978, S/W-Fotografie, Silbergelatineabzug, AFORK

Das Archiv wurde um die Werke von vier bedeutenden Fotografen herum aufgebaut: Umfangreiche Werkgruppen von Manfred Leve, Ute Klophaus, Erika Kiffl und Benjamin Katz bilden den Grundstock der Sammlung, die inzwischen Werke von mehr als fünfzig Künstlern umfasst. Schwerpunkte sind Fotoserien zu Aktionen, Performances und Happenings, Kunstformen, die ihre beste „Überlebenschance“ im Medium der Fotografie haben, sowie Folgen von Aufnahmen, die im Zusammenhang mit großen Ausstellungen wie „Westkunst“, „von hier aus“ oder „Bilderstreit“ stehen oder Aktivitäten im Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie und verschiedener Galerien, Ateliers und weiterer Kunstorte beleuchten.

Hinzu kommen eindrucksvolle Portraits von Künstlern und anderen Protagonisten der Kunstszene, anhand derer sich ein lebendiges Bild der rheinischen Kunstgeschichte gewinnen lässt. Das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene ist inzwischen eine ergiebige und gesuchte Quelle kunsthistorischer Forschung, was sich in zahlreichen Anfragen und Ausleihen für Studien und Ausstellungsprojekte niederschlägt.

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