Neueröffnung Museumsatelier „Vorsicht ansteckend! – Experimente mit Bildern“


created by Yasmin Amling

Diese Woche eröffnet unser neues Museumsatelier „Vorsicht ansteckend! – Experimente mit Bildern“, in dem untersucht wird, wie sich Ideen und Informationen verbreiten.

In diesem Projekt wird das Eigenleben von Kunstwerken durch ‚kunstvirologische‘ Prozesse erforscht. Man fragt nach ihrem Leben und ihrer Herkunft.

Die Idee dazu stammt von der Düsseldorfer Künstlerin Susanne Ristow.  Im Atelier wird mit Mutationen und Rekombinationen experimentiert  – die Besucher bedienen sich dabei an Werken aus der Sammlung, die im Atelier in Form von Schwarz-Weiß-Kopien zur Verfügung gestellt werden. Diese werden vergrößert, verkleinert, vervielfältigt oder mit eigenen Ideen kombiniert, sodass sich ständig neue Formen und Ideen entwickeln. Die Formen können sowohl in 2D als auch in 3D ausgegeben werden. Aus zusammengefügten Blättern entstehen Collagen. 3D-Modelle können aus Styroporkugeln gebaut werden und Papier wird wie bei einer Pinnwand mit Stecknadeln daran befestigt. Die dabei entstehenden Collagen und Modelle können anschließend mitgenommen und weiter vervielfältigt werden, oder sie bleiben im Atelier, um sie in die Installation einbauen zu lassen. Diese Installation breitet sich dabei nicht nur an den Atelierwänden aus, sondern die Besucher sind ebenso dazu aufgefordert, in den sozialen Netzwerken daran teilzunehmen. Dabei sollen Beiträge unter den Hashtags #museumsatelier und #kunstpalast gepostet werden, um die Ideen auch über die Museumswände hinaus zu verbreiten und anderen Menschen zu neuen Ideen anzuregen. Für das Schulprogramm wird ein ‚Virenmobil‘ zur Verfügung gestellt, mit dem man durch die Sammlung des Hauses gehen kann.

Ich habe Susanne Ristow  beim Aufbau und Entstehungsprozess des Ateliers begleitet – neben dem Abbau des „Alles bewegt sich!“ – Ateliers haben wir vor allem in puncto Collagen einiges an Vorarbeit geleistet. Es wurden große schwarze Ellipsen an der Decke montiert, die zuvor mit Viren beklebt wurden. Auch an den Wänden finden sich zahlreiche collagenhaft zusammengefügte Viren. Das alles soll auch zur Inspiration der Kinder und Jugendlichen dienen, die primär von diesem Projekt angesprochen werden sollen. Dazu habe ich einen Ordner mit laminierten Kopiervorlagen angefertigt. Künftig wird es somit vor allem meine Aufgabe sein, mich um das Atelier zu kümmern, sprich den Bestand und die Beschaffenheit der verwendeten Materialien und Medien zu kontrollieren und den weiteren Verlauf als Prozess zu dokumentieren. Wir freuen uns also auf viele Besucher und viele neue Kunstviren!

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