Besuch in der Abteilung!


created by Marlene Liebermann

Vor zwei Wochen durften wir unsere neue Praktikantin Luisa begrüßen. Das habe ich zum Anlass genommen, Luisa für meinen Blog zu interviewen. Wir haben in den letzten Tagen viel Zeit miteinander verbracht und deshalb fand ich es sehr interessant zu erfahren, wie sie unser Haus wahrgenommen und warum sie sich für ein Orientierungspraktikum bei uns entschieden hat.

 

Luisa Esch

Woher kommst du, Luisa?
Ich wohne und studiere seit 2 Jahren in Frankfurt am Main.

Warum Frankfurt am Main?
Nicht jeder empfindet die Stadt als die schönste, aber dafür ist dort immer was los! Wenn man Lust auf Kunst hat, geht man zum Beispiel ans Museumsufer am Main. Aber auch andere kulturelle Angebote verschönern den Alltag und vertreiben die Langeweile!

Wie bist du hier gelandet?
Vor ein paar Jahren war ich hier mal mit Freunden bei der Jungen Nacht. So eine Museumsnacht kannte ich bis dahin noch gar nicht, und so wurde ich neugierig, was das Museum Kunstpalast noch so zu bieten hat. Seitdem war ich immer mal wieder hier, um Ausstellungen zu besuchen. Auf die Abteilung Bildung und Pädagogik bin ich deswegen gestoßen, weil ich mich für Museumspädagogik interessiere und festgestellt habe, dass es hier viele verschiedene Angebote für unterschiedliche Zielgruppen gibt.

Was hat dir am meisten Spaß gemacht? Und was hast du hier gelernt?
Am meisten Spaß hatte ich beim Begleiten von Kita- oder Schulgruppen während der Führungen. Ich selbst habe dabei die Kunst noch einmal ganz anders wahrgenommen, das fand ich ziemlich spannend. Gelernt habe ich hier viel über Konzepte des Vermittelns in Museen, und natürlich auch, wie so ein Arbeitsalltag in der Abteilung Bildung und Pädagogik aussehen kann. Auch wenn ich noch keine genaue Vorstellung davon habe, was ich nach meinem Studium machen möchte, kommt die Arbeit hier meinen Zukunftsvisionen schon sehr nah!

Was waren deine Aufgaben?
Ich hatte hier unterschiedliche Aufgaben, unter anderem konnte ich mich mit dem Social Media Bereich auseinandersetzen. Das hat mir sehr gefallen, denn ich halte Social Media für eine immer wichtiger werdende Komponente, gerade in der Vermittlung. Mit Social Media-Plattformen wie Instagram kann man ein ganz anderes, neues Publikum erreichen und in die Arbeit mit und Weiterentwicklung von Vermittlungskonzepten integrieren. So können alle Seiten mitentscheiden und kreativ mitwirken! Andere Aufgaben, die ich hatte, drehten sich schon um die nächste Ausstellung. Das hat mich natürlich als quasi angehende Kunsthistorikerin besonders gefreut.

Welche Ausstellung gefällt dir am meisten und warum?
Das kann ich gar nicht so einfach beantworten. Spontan würde ich jetzt mal sagen, dass ich mich sowohl mit der Ausstellung der “Aktion Entartete Kunst“, als auch mit der Hütte-Ausstellung besonders angefreundet habe. Ich bin ein großer Expressionismus-Fan, besonders von Brücke- und Blauer Reiter-Künstlern, von denen ja auch einige in der Ausstellung der entarteten Kunst vertreten sind. Die Fotoausstellung von Hütte hat mich deshalb sehr überzeugt, weil ich normalerweise keinen Zugang zur Fotographie habe, diesmal aber doch einen Sinn und vor allem die Kunst darin entdeckt habe.

Welche Führungen fandest du spannend, interessant?
Die Führungen für Kinder im Grundschulalter haben mir sehr zugesagt, weil ich das Gefühl hatte, dass sie schon so einiges mitnehmen und vor allem beizutragen haben. Es macht Spaß, die bunten Assoziationen, die Kinder zu bestimmter Kunst haben, mitzubekommen und damit zu arbeiten! Auch die Führung „Kunst mit Baby“ war ein Highlight für mich; wenn Babys vor einem Gemälde herumkrabbeln, lockert das die Atmosphäre im Museum auf. Und es ist einfach süß!

Wann wirst du uns das nächste Mal besuchen?
Ich komme auf jeden Fall vorbei, wenn ich wieder in Düsseldorf bin! Vielleicht ja schon zur jungen Nacht? Spätestens aber zur neuen „Black and White“ Ausstellung!

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