Benjamin Katz, Pater Friedhelm Mennekes, Köln, 1988, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) © VG-Bild-Kunst, Bonn 2012
Benjamin Katz, Pater Friedhelm Mennekes, Köln, 1988, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) © VG-Bild-Kunst, Bonn 2012

Faszinierende Dokumente

Eine Auswahl aus dem Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK)

04.02.-29.04.2012

Das 2003 im Museum Kunstpalast gegründete AFORK hat das Ziel, diese sehr flüchtigen und zugleich aufschlussreichen Momente der rheinischen Kunstgeschichte durch Fotografien erlebbar zu machen. Fotografen wie Maren Heyne, Bernd Jansen, Benjamin Katz, Erika Kiffl, Ute Klophaus, Manfred Leve, Angelika Platen, Katharina Sieverding und Lothar Wolleh haben diese Ereignisse mit ihrer Kamera seit 1955 dokumentiert. Die Ausstellung setzt thematische Schwerpunkte auf die Bereiche Atelier, Aktion, Akademie, Ausstellung und Porträt.

Pina Bausch, 1966, Foto: Walter Vogel
Pina Bausch, 1966, Foto: Walter Vogel

Die GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG NRW 2012

26.02.-18.03.2012

Die traditionsreiche Ausstellung mit großer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gibt erneut einen diff erenzierten Einblick in die Kunstszene Düsseldorfs und Nordrhein-Westfalens. Zu sehen sein werden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und neuen Medien.

Anselm Feuerbach, Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875, Öl auf Leinwand, 197 x 113,5 cm, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Gemäldegalerie
Anselm Feuerbach, Am Meer (Moderne Iphigenie), 1875, Öl auf Leinwand, 197 x 113,5 cm, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Gemäldegalerie

Spot On

19.04.-12.08.2012

- "... das Land der Griechen mit der Seele suchend": Feuerbachs Iphigenien vereint.
Vom 19.04.-12.08.2012 sind im Museum Kunstpalast Anselm Feuerbachs (1829-1880) drei Fassungen der „Iphigenie“ zu bewundern. Das Thema der vor dem Opfertod für ihren Vater Agamemnon geretteten, aber von da an in der Fremde lebenden Schönen, beschäftigte Feuerbach mehrere Jahre. Inspiriert durch Iphigenias Worte „Und am Ufer steh ich lange Tage, das Land der Griechen mit der Seele suchend.“, aus Goethes Schauspiel ‚Tauris und Iphigenie‘ fertigte der Künstler drei Ansichten der Königstochter an, auf der Suche nach der idealen Darstellung. Neben Zeichnungen und malerischen Vorstudien entstanden 1862, 1871 und 1875 drei großformatige, in ihrer Auffassung des Stoffes gänzlich unterschiedliche Gemälde.

- Gold&Farbe. Transparent bemaltes Biedermeierglas (Sammlung Paul von Lichtenberg)
Die Emailglasmalerei des frühen 19. Jahrhunderts zeichnet sich durch die Transparenz der Farben aus: die Malerei kommt nicht mehr nur im Auflicht, sondern auch mit Durchlicht zur Geltung und unterscheidet sich damit von der Porzellanmalerei, auf der sie gründet. Die kleine Ausstellung zeigt eine von dem Sammler Paul von Lichtenberg vorgenommene Auswahl von Meisterwerken. Im Vordergrund stehen Werke des sächsischen Porzellamalers Samuel Mohn, seinem Sohn Gottlob Samuel Mohn und dessen Wiener Freund Anton Kothgasser.

 

Glasstudio Jan Torstensson, Trinkgläser „HIK!“, Kiikoinen, Finnland, 2005, Foto: Jan Torstensson
Glasstudio Jan Torstensson, Trinkgläser „HIK!“, Kiikoinen, Finnland, 2005, Foto: Jan Torstensson

Recycling-Design in Finnland

Glas von Jukka Isotalo und Jan Torstensson

19.04.-26.08.2012

Der Gang zur Glasrecycling-Tonne gehört zur Routine jedes verantwortungsbewussten Haushalts. Aber Recyclingglas in der Kunst? Die Frage steht im Mittelpunkt der Gastausstellung des Nationalen Glasmuseums in Riihimäki, Finnland. Insbesondere in der Glaskunstszene ist Recycling ein hochaktuelles Thema, weil das Schmelzen von Glas bei steigenden Energiekosten immer unwirtschaftlicher wird. Die beiden Künstler Jukka Isotalo und Jan Torstensson machen deshalb Recycling von Glas zur Grundlage ihres Designs.

Die Ausstellung wird vom 19. April bis zum 12. August 2012 im Belvedere des Museum Kunstpalast zu sehen sein.

 

El Greco, Die unbefleckte Empfängnis, 1607-1613, Öl auf Leinwand, 108 x 82 cm, © Museo Thyssen-Bornemisza. Madrid
El Greco, Die unbefleckte Empfängnis, 1607-1613, Öl auf Leinwand, 108 x 82 cm, © Museo Thyssen-Bornemisza. Madrid

El Greco und die Moderne

28.04. - 12.08.2012

In der Ausstellung EL GRECO UND DIE MODERNE wird zum ersten Mal in Deutschland dieser Künstler ins Zentrum der Betrachtung gerückt.  Die Schau untersucht die erste, 1912 in Düsseldorf stattgefundene, Begegnung der „Jungen Moderne“ mit den Werken El Grecos. So wird der Maler in einer gültigen Auswahl von rund 40 Werken aus wichtigen europäischen und amerikanischen Museen vorgestellt.

Gleichzeitig wird sein Oeuvre 100 Jahre nach der ersten Begegnung rund 100 Werken von Künstlern gegenübergestellt, die sich mit der Bildwelt El Grecos auseinandersetzten. Neben Werken von Cezanne, van Gogh, Picasso und Delaunay werden auch Gemälde von Beckmann, Kokoschka, Macke, Marc und vielen anderen präsentiert, die von der großen Faszination berichten, die El Greco auf sie ausübte.

Martin Assig, ohne Titel, 1994 , Stiftung Museum Kunstpalast, Graphische Sammlung, Sammlung Hanck, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Martin Assig, ohne Titel, 1994 , Stiftung Museum Kunstpalast, Graphische Sammlung, Sammlung Hanck, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Aus Passion

Zeitgenössische Kunst aus der SAMMLUNG HANCK 

19.05.-12.08.2012

Die Ausstellung „Aus Passion. Die Sammlung Hanck im Museum Kunstpalast, Düsseldorf“ bietet einen breit gefächerten Überblick über die thematischen Interessen des Sammlers. So hat Wolfgang Hanck sowohl Arbeiten mit existentiellen Inhalten, als auch auf formale Lösungen abzielende Blätter zusammengetragen. Figuration steht in der Sammlung gleichberechtigt neben Abstraktion, Werke mit ironischen Ansätzen finden neben stillen poetischen Arbeiten ihren Platz. Dass neben den “großen Namen“ auch unbekanntere zeichnerische Positionen sowie frühe Arbeiten von heute etablierten Künstlern in der Sammlung vertreten sind, zeugt von dem besonderen Gespür Wolfgang Hancks: „Einen sinnlichen Reiz müssen die Werke haben. […] Besonders mag ich Bilder, die etwas Existenzielles ausdrücken - was vielleicht auch mit meinem Beruf zusammenhängt."

Akseli Gallen-Kallela, Die Verteidigung des Sampo, 1896, Tempera auf Leinwand, Kunstmuseum Turku, Foto: Kari Lehtinen
Akseli Gallen-Kallela, Die Verteidigung des Sampo, 1896, Tempera auf Leinwand, Kunstmuseum Turku, Foto: Kari Lehtinen

Überirdisch Nordisch

AKSELI GALLEN-KALLELA (1865-1931)
Finnland im Geist der Moderne

02.06.-09.09.2012

In Kooperation mit dem Musée d'Orsay in Paris und dem Helsinki Art Museum präsentiert das Museum Kunstpalast eine großangelegte Ausstellung zu Ehren dieses wichtigen nordeuropäischen Künstlers des 19. Jahrhunderts. Er war seit den 1880er Jahren der be­deutend­ste und führendste Künstler der frühen Moderne Finnlands.

Diese Ausstellung umfasst  75 außergewöhnliche Meisterstücke und wird dem französischen und deutschen Publikum erstmals einen umfangreichen Einblick in Leben und Werk Gallen-Kallelas aus über fünf Jahrzehnten seines Schaffens gewähren.

 

Max Klinger, „ Handlung“ aus Opus VI,  „Ein Handschuh“, 1882, III. Ausgabe, Radierung, 63 x 44,9 cm, Inv. Nr.  KA(FP) 18198 D, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Max Klinger, „ Handlung“ aus Opus VI, „Ein Handschuh“, 1882, III. Ausgabe, Radierung, 63 x 44,9 cm, Inv. Nr. KA(FP) 18198 D, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf

MAX KLINGER (1857-1920)

Ein Handschuh und das Zelt

08.09.2012-06.01.2013

Um die Spannweite von Klingers graphischem Oeuvre in konzentrierter Form zu visualisieren wird mit "Ein Handschuh" (1882) ein früher, berühmter graphischer Zyklus Klingers letzter Folge "Zelt" (1915) gegenübergestellt. Beide beschäftigen sich mit der Geschlechterthematik, doch auf völlig unterschiedliche Weise.

„Zelt“ ist wie ein Spielfilm angelegt und  erzählt in 46 Blättern ein fantastisches Märchen, in dem unterschiedlichste Formen der Liebe in orientalisch anmutender Landschaft durchgespielt werden, während in "Ein Handschuh" ein (Alp)-Traum des Künstlers, in dem ein Handschuh die Frau verkörpert, in knappen 10 Bildern geschildert wird.

Andreas Gursky, „Madonna I“, 2001. Fotoarbeit (C-Print), 281x206 cm, Sammlung Museum Kunstpalast
Andreas Gursky, „Madonna I“, 2001. Fotoarbeit (C-Print), 281x206 cm, Sammlung Museum Kunstpalast

Andreas Gursky

22.09.2012-13.01.2013

Andreas Gursky (*1955) gehört international zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen. Zu den Charakteristika der Arbeiten Gurskys gehören neben der digitalen Bearbeitung der Farbfotografien und ihrem oft extremen Großformat die besondere Tiefenschärfe seiner Aufnahmen und die perspektivische Ambivalenz seiner Motive. 2012 zeigt Museum Kunstpalast erstmals und exklusiv die neuesten Arbeiten des Künstlers aus seiner aktuellen Schaffensperiode. Ergänzt werden diese durch eine feine Auswahl von Fotografien der letzten Jahre. Die Ausstellung wird von einem reich bebilderten Katalog begleitet.

Erwin Eisch, Vasenobjekt, Frauenau, 1962, Museum Kunstpalast, Glasmuseum Hentrich, Foto: Fotostudio Fuis, Köln
Erwin Eisch, Vasenobjekt, Frauenau, 1962, Museum Kunstpalast, Glasmuseum Hentrich, Foto: Fotostudio Fuis, Köln

Spot On

50 Jahre Studioglas-Bewegung: Die Eisch-Ausstellung 1962

18.10.2012-13.01.2013

1962 trafen sich Künstler, Glastechniker und Museumsleute in einer Garage in Toledo, Ohio, um an einem selbstgebastelten Miniaturofen Glas zu blasen. Dies war die Geburtsstunde der amerikanischen Studioglas-Bewegung, die noch heute weltweit Künstler inspiriert. Wenige Monate vor diesem Ereignis stellte der deutsche Bildhauer, Maler und Sohn aus einer Glasdekorateurs-Familie Erwin Eisch aus Frauenau im Bayerischen Wald zusammen mit seiner Frau in Stuttgart eine Installation von Glasskulpturen aus, die genau den Vorstellungen und Zielen der Studioglas-Bewegung entsprachen. Noch im selben Jahr kam es zu einem Treffen der entscheidenden Protagonisten, und Eisch wurde zu einem der prägenden Väter dieser Bewegung. Das Glasmuseum Hentrich ist stolz auf den Besitz einiger Inkunabeln der frühen Studioglas-Bewegung.