50 Jahre manu factum
Die Glaspreisträger
22. Juni - Oktober 2013
Seit 50 Jahren vergibt das Land Nordrhein-Westfalen alle zwei Jahre Preise für Kunsthandwerker, die in verschiedenen Gewerken tätig sind. Neben Goldschmiede, Holz-, Textil- und Keramikarbeiten kamen von Beginn an auch Glasarbeiten in die Auswahl. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Glaskünstlern, die den Staatspreis für das Kunsthandwerk in Nordrhein-Westfalen erhalten haben: Peter Schmitz, Fritz H. Lauten, Hans Peter Kremer, Renato Santarossa, Mathias Klering, Klaus Geller, Wolfgang Klee, Oswald Krause-Rischard, Thomas Klein, Dorothee Beckersjürgen, Helga Reay-Young, Georg Linden, Lothar Göbel, Gerd Kruft, Uta Majmudar, Thomas Lemke, Klaus Hilsbecher, Michael Behrens, Wilfried Grootens.
Farbenfroh. Graphik aus der Sammlung Kemp
Aus unserer Sammlung
26. Juli - 27. Oktober 2013
Durch eine großzügige Schenkung von Willi Kemp erhält die Graphische Sammlung dieses Jahr 1000 Blatt Druckgraphik, die das Ehepaar Kemp in nahezu 60 Jahren zusammengetragen hat.
Einen ersten Einblick in diese großartige und facettenreiche Sammlung bietet eine Auswahl unter dem Motto „farbenfroh“. Alle Blätter, ob gegenständlich oder abstrakt, verbindet ihre intensive Farbigkeit. Die meisten Werke sind in den Fünfziger und Sechziger Jahren entstanden und sie scheinen die Tristesse der Nachkriegszeit mit leuchtenden Farben und klaren Formen vertreiben zu wollen. Mit ihren frischen, der Welt zugewandten Farben verbreiten die Werke Aufbruchsstimmung und Optimismus.
Chronologisch beginnt die Ausstellung im Jahr 1949 mit einer Farblithographie von Werner Heldt, die eine Berliner Häuserfront darstellt. Im gegenständlichen Bereich werden außerdem Blätter von Fernand Leger, Valerio Adami und Martial Raysse gezeigt. Abstrakte Arbeiten sind u.a. von Josef Albers, Winfred Gaul, Rupprecht Geiger und Ellsworth Kelly zu sehen. Robert Indiana ist mit einer Zahlenserie und Ulrich Erben mit malerischen Farbfeldern vertreten.
Die Freude und die Heiterkeit, die sich beim Betrachten der rauschenden Farben einstellen, stehen stellvertretend für den Genuss, den Willi Kemp dem Museum Kunstpalast mit seinen zahlreichen sorgfältig ausgesuchten Blättern bereitet.
CANDIDA HÖFER
Düsseldorf
14. September 2013 – 9. Februar 2014
Candida Höfer gehört mit Andreas Gursky, Thomas Ruff und Thomas Struth zur ersten Generation von Bernd Bechers Fotoklasse an der Kunstakademie. Ihre Arbeiten sind geprägt von kühler Sachlichkeit, präzisem Erfassen von Details und vor allem auch einem ausgeprägtem Interesse an Strukturen und Ordnungen im öffentlichen Raum. Seit ihrer Zeit an der Düsseldorfer Akademie findet die berühmte Fotografin Candida Höfer immer wieder Motive in Düsseldorf.
Im Herbst zeigt das Museum Kunstpalast eine Ausstellung, die sich erstmals auf Werke konzentriert, die während eines Zeitraums von etwa vier Jahrzehnten in Düsseldorf entstanden sind. Die Entwicklung der Fotografin wird in der Ausstellung genauso anschaulich wie die der Stadt. Besonders interessant sind die seltenen Momente, in denen die Künstlerin oft Jahre später an den gleichen Ort zurückkehrt und ein Motiv abermals aufgreift, doch mittlerweile mit einem veränderten Blick. Für die etwa 100 Werke umfassende Schau entstehen neue Arbeiten, viele der älteren Fotos wurden noch nie öffentlich gezeigt.
Spiegel der Seele
Landschaftsdarstellungen deutscher Künstler des 19. Jahrhunderts.
Aus unserer Sammlung
15. November 2013 - 09. Februar 2014
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandten sich viele Künstler gegen festgeschriebene akademische Regeln und suchten in der damals noch wenig theoretisierten Gattung Landschaft nach individuellen Ausdrucksmöglichkeiten. Landschaftsdarstellungen sind häufig „Spiegel der Seele“, d.h. Projektionsfläche der Sehnsüchte und zugleich Experimentierfeld der Könnerschaft. Mit etwa 6000 Handzeichnungen des 19. Jahrhunderts besitzt die Graphische Sammlung des Museum Kunstpalast einen reichen Fundus, aus dem geschöpft werden konnte. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 65 Zeichnungen und Aquarellen der herausragenden Vertreter der Epoche, unter ihnenCarl Blechen, Caspar David Friedrich und Adolph von Menzel. Alle damals wichtigen deutschen Kunstzentren wie München, Berlin, Dresden und Düsseldorf sind mit Beispielen vertreten.
SPOT ON: Schwermetall: Keinstar - Morris - Serra
Aus unserer Sammlung
11.10.2013 - 02.02.2014
Im Zusammenhang mit der Präsentation eines neuen Videos des jungen Künstlers Christian Keinstar (*1975) werden diesem zwei amerikanische Werke aus der Sammlung gegenübergestellt: von Richard Serra (*1939) House of Cards (1969/81) und das unbetitelte Bleirelief von Robert Morris (*1931) von 1964. Christian Keinstar rührt in seinem Video mit der Hand (im Arbeitshandschuh) im flüssigen Blei, Morris Arbeit ist aus Blei und zeigt einen Arbeitshandschuh, Serras Arbeit war in der Urfassung aus Blei. Zudem werden aus dem Bestand des AFORK (Archiv der künstlerischen Fotografie der rheinischen Kunstszene) noch ein paar Aufnahmen gezeigt, die Benjamin Katz im Jahr 1981 bei der Ausstellung „Westkunst“ gemacht hat, für die Richard Serra seine Arbeit Splashing Lead aus den 1960er Jahren wiederholt hat.
Umfang: 3 Arbeiten, ca. 4 Fotografien
Spot on: Ursula Ott
Aus unserer Sammlung
11.10.2013 - 02.02.2014
Die Düsseldorfer Künstlerin – geb. 1960, Meisterschülerin bei Gerhard Richter an der Akademie – arbeitet mit verspiegelten Glasobjekten. Die Ausstellung kann auch Zeichnungen und keramische Arbeiten umfassen. Es werden ca. 10 Objekte zu sehen sein.
Spot on: mounir fatmi
The Impossible Union, 2011
Aus unserer Sammlung
11.10.2013 - 02.02.2014
Der marokkanische Künstler mounir fatmi nutzt in seinen bildnerischen Arbeiten immer wieder arabische Kalligraphie bzw. Schriftzeichen, die sowohl eine ästhetische als auch eine semantische Ebene beinhalten. Für die Skulptur verwendet er eine alte hebräische Schreibmaschine, die statt eines getippten Schriftsatzes auf Papier, metallene arabische Letter erscheinen lässt. Mit dieser subtilen Verbindung von ‚sprachlichen Versatz-stücken‘ verweist er auf das viel-schichtige Beziehungsgeflecht zwischen Judentum und arabischer Welt sowie auf das gesellschaftlich-kulturelle und politische Verhältnis von jüdischer und islamischer Kultur und Religion.
Spot on: Alfred Flechtheim.com Kunsthändler der Avantgarde
Eine Werkpräsentation in 15 Museen und eine Online Ausstellung
11.10.2013 - 02.02.2014
Der Galerist Alfred Flechtheim (1878–1937) gehört zu den bedeutenden und einflussreichen Figuren der Kunstszene im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Er setzte sich für den rheinischen Expressionismus und den französischen Kubismus ein und förderte bedeutende Künstlerpersönlichkeiten wie beispielsweise Max Beckmann, George Grosz und Paul Klee. Die massiven antisemitischen Attacken gegen ihn und seine Künstler deutete er bereits 1933 unfehlbar: Er verließ Deutschland. Von London aus ging er weiter seiner Tätigkeit als Kunsthändler nach. Dort starb er 1937 an den Folgen eines Unfalls. Seine Witwe kehrte nach Deutschland zurück, wo sie 1941 einen Deportationsbescheid erhielt und sich daraufhin das Leben nahm. Ihr Besitz, darunter Kunstwerke, fiel an das Deutsche Reich.
Bis heute haben Alfred Flechtheims kunsthändlerische Aktivitäten in zahlreichen deutschen Museen ihr Spuren hinterlassen: Er hat die Sammlungen der Moderne aktiv mit geprägt. Es ist das Ziel dieses Forschungsprojektes, seine Spuren zu verfolgen, sie anschaulich in den Museen zu vermitteln und die Ergebnisse zugleich auf einer Plattform im Internet international zugänglich zu machen. Auf diese Weise werden Mechanismen des Kunsthandels und Sammlungsstrategien der Institutionen aufgedeckt.
Insgesamt beteiligen sich an dem Projekt 15 renommierte Museen und leisten damit zugleich einen wichtigen Beitrag zur Provenienzforschung: Kunstmuseum Bonn, Kunsthalle Bremen, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund, Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf, Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Städel Museum, Frankfurt, Hamburger Kunsthalle, Sprengel Museum Hannover, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Museen der Stadt Köln, Museum der bildenden Künste, Leipzig, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster, Staatsgalerie Stuttgart, Museum Rietberg, Zürich
Spot on: Mariusz Tarkawian
Aus unserer Sammlung
11.10.2013 - 02.02.2014
Der 1983 geborene, in Lublin, Polen, lebende Künstler Mariusz Tarkawian ist ein besessener, dabei konzeptionell vorgehender Zeichner. Seit einigen Jahren arbeitet er sich in unendlich vielen, meist postkartengroßen Zeichnungen durch die Kunstgeschichte und die Vielfalt der zeitgenössischen Kunstszene. Es handelt sich um einen Prozess der Aneignung, aber auch der Kommentierung. Aus Anlass des hundertsten Geburtstags unseres Hauses wird Mariusz Tarkawian für einige Tage nach Düsseldorf eingeladen, sich zeichnend mit der Sammlung des Museum Kunstpalast und der Präsentation von deren Werken auseinandersetzen wird. Das Resultat dieser Aufenthalts wird in einer kleine Spot on-Ausstellung in einem Kabinett als von ihm kuratierte Zeichnungsinstallation präsentiert.“









