SPOT ON: Stephen Cone Weeks, „Der Junge mit der Gießkanne“

Stephen Cone Weeks, Detail aus dem Werk: „der Junge mit der Gießkanne“ aus dem Jahr 2015. Zeichnung auf Spachtelmasse auf Glas.
Stephen Cone Weeks, „der Junge mit der Gießkanne“ (Detail), 2015, 140 x 38 cm, Zeichnung auf Spachtelmasse auf Glas. Foto: Olaf Bergmann.

Kabinettausstellung

Fr, 28.10.2016 – So, 5.2.2017

„Der Junge mit der Gießkanne“, eine kleine Neurokoko-Porzellanfigur, ist ein Bild der Unschuld. Sie kommt aus einer anderen, heilen Welt, der auch andere Protagonisten in Stephen Cone Weeks‘ künstlerischem Repertoire zugehören, etwa das Porzellanmädchen mit der Kerze, das trommelnde Schwein, das laubgesägte Schloss auf einem Hügel. Sie alle überträgt Stephen Cone Weeks in Farbzeichnungen auf Glas. Die friedvolle Süße dieser Motive wird dabei allerdings gebrochen, nicht zuletzt durch den Bildträger selbst: In mehreren Schichten bietet das Glas zwar Einblicke, verunklärt diese jedoch zugleich durch Reflexe und die grünliche Tönung.

Der Kanadier kam schon als Teenager mit Glas in Berührung, als Gehilfe in einem Glasmalereibetrieb in Köln. Er studierte Kunst in Windsor (Kanada) und, als Meisterschüler von Rolf Sackenheim, in Düsseldorf, wobei er sich auf Zeichnung und Lithographie konzentrierte. Zum Glas kehrte er 1997 zurück, als er entdeckte, dass sich Spachtelmasse auf Glas gut als Zeichengrund eignet. Das Glasmuseum Hentrich besitzt eines seiner Werke.

Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung:
Stephen Cone Weeks. Der Junge mit der Gießkanne
Herausgegeben von Ralf-P. Seippel in Zusammenarbeit mit Museum Kunstpalast Düsseldorf
Texte von Stephen Cone Weeks, Kay Heymer, Dedo von Kerssenbrock-Krosigk, Beat Wismer
Gestaltet von hackenschuh com. design, Markus Braun
Festeinband20,5 x 30,0 cm, 96 Seiten52 Farbabb.
Deutsch
ISBN 978-3-86828-733-2
39,90 Euro

Eröffnung:
Do, 27.10.2016, 19 Uhr

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