SPOT ON: 4 Projekträume

Fr, 30.10.2015 – So, 1.5.2016

– Eat Art
– Hans-Peter Feldmann
– Inken Boje - In guter Gesellschaft
– Wilhelm Wagenfeld. Glas der 30er-Jahre aus der Sammlung Kroll

SPOT ON ist der Titel einer Ausstellungsreihe im Museum Kunstpalast, bei der im halbjährlichen Rhythmus in unterschiedlich inszenierten Projekträumen Werke oder Werkgruppen gezeigt werden, die es neu oder wiederzuentdecken gibt. Anlässlich des  50. Vereinsjubiläums wird das dauerhafte und vielseitige Engagement der Freunde in vier Projekträumen vorgestellt.

Eat Art

Das 1968 gegründete Restaurant Spoerri und die ab 1970 eingerichtete Eat Art Galerie am Burgplatz waren ein Brennpunkt der dynamischen Kunstszene im Düsseldorf der späten 1960er und frühen 1970er-Jahre. Für die Sammlung des Museum Kunstpalast, das die kunsthistorische Darstellung der Düsseldorfer Kunstszene als eine seiner zentralen Aufgaben sieht, war das Angebot zum Erwerb der Sammlung von Carlo Schröter ein Glücksfall. Zusammen mit den bereits im Museum vorhandenen Beständen zum Creamcheese ermöglichen die Objekte aus dem Besitz des Leiters von Spoerris Restaurant die Wiederbelebung der wohl aufregendsten Phase der westdeutschen Nachkriegskunst. Neugier und Experimentierfreude, gepaart mit ausgeprägtem politischem Engagement, inspirierten die wichtigsten Düsseldorfer und auch zahlreiche internationale Künstler, radikale und vergängliche Werke zu schaffen, die für jedermann gedacht waren und die Kunst aus ihrem Elfenbeinturm ins Leben zu holen. Der Gedanke, Kunstwerke aus essbaren Materialien zu schaffen, war typisch für diese Zeit des Aufbruchs, in der die Unvergänglichkeit der Kunst auf eine harte Probe gestellt wurde.

Der Erwerb der Sammlung Carlo Schröter wurde von der Kunststiftung NRW großzügig gefördert und auch von den Freunden Museum Kunstpalast maßgeblich unterstützt.

Pressglasvase, Entwurf Wilhelm Wagenfeld, Ausführung VLG, Weißwasser, 1939. Sammlung Kroll
Pressglasvase, Entwurf Wilhelm Wagenfeld, Ausführung VLG, Weißwasser, 1939. Sammlung Kroll

Wilhelm Wagenfeld. Glas der 30er-Jahre aus der Sammlung Kroll

Die Kunst des Sich-Bescheidens: Wilhelm Wagenfeld (1900–1990) feilte an den Entwürfen von Massenprodukten, damit sie „niemand recht bemerkt und jedermann … bejaht“. Seine Gegenstände sollten „nichts Besonderes“, sondern „völlig für sich und in sich abgeschlossen da sein“. Auf der Suche nach einer unaufdringlichen, aber gültigen Form zählt jede noch so unmerkliche Einzelheit. Einige davon, die der Sammler Rüdiger Kroll mit einmaliger Akribie über Jahrzehnte zusammentrug, werden in der Ausstellung vor Augen geführt werden.

Inken Boje - In guter Gesellschaft

Seit 2005 schafft die Düsseldorfer Künstlerin Inken Boje unter dem Titel „In guter Gesellschaft“ eine Serie von Fotoarbeiten, in denen sie sich mit der Identität und dem öffentlichen Bild moderner und zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen auseinandersetzt. Dabei nutzt sie das seit den 1920er-Jahren eingesetzte Verfahren der Selbstinszenierung. Sie verwendet dabei teils bekannte, heute bereits ikonische Vorlagen, aber auch weniger bekannte Vorbilder – sie reichen von Paul Gauguin zu Joseph Beuys, Louise Nevelson, Ed Kienholz oder John Bock.

Hans-Peter Feldmann

Die wichtigste Neuerwerbung der Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf im Museum Kunstpalast 2015 ist die neue, großformatige Gipsskulptur von Hans-Peter Feldmann nach der berühmten Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow aus dem Jahr 1797. Feldmanns Skulptur wurde vom Künstler für das Thorn-Prikker-Foyer im Museum Kunstpalast in lebensgroßem Format ausgeführt. Schadow war der Vater des Malers Friedrich Wilhelm von Schadow, einem Hauptvertreter der Düsseldorfer Malerschule. Zusammen mit der Skulptur wird um die zentrale Arbeit Wunderkammer (1999-2004) aus der Sammlung eine Auswahl an weiteren Arbeiten Feldmanns im Kontext von Werken anderer Düsseldorfer Künstler präsentiert.

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