Graphiken von Pablo Picasso

28.03.2013 - 07.07.2013

Pablo Picasso (1881–1973), ein Jahrhundertkünstler und Zeitgenosse gleichermaßen, glänzte auch im Bereich der Druckgraphik mit originellen Lösungen. In über sieben Jahrzehnten schuf er mehr als 2000 Werke in verschiedensten Verfahren. Jedes Mal, wenn er eine neue graphische Technik eroberte, setzte er sie ein, um die von ihm bevorzugten Themen wie Stierkampfszenen, Zirkusdarstellungen, Porträts seiner Familie und Paraphrasen alter Meister neu zu entwickeln.

Picasso entdeckte aber auch Techniken wie das Zuckeraussprengverfahren neu, das im 19. Jahrhundert für Modeillustrationen angewandt worden war, und erkannte die Möglichkeiten, die ihm die Methode bot, um malerische Flächen- und Strichwirkun­gen zu erzielen.

Genau wie die Gemälde, Plastiken und Zeichnungen ist auch die Graphik immer unmittelbar von Picassos Denken und Fühlen bestimmt. So gleichen beispielsweise die dargestellten Frauen häufig seinen Geliebten, oder aber der Künstler schuf wie in einem Rausch in wenigen Stunden 26 Illustrationen für die Stierkampffibel La Tauromaquia.

Das Museum Kunstpalast besitzt 80 Graphiken des Künstlers, darunter Blätter aus berühmten Mappenwerken wie der Suite Vollard aber auch Entwürfe für Bucheinbände und Illustrationen für Künstlerbücher. Aus diesem Bestand zeigen wir ca. 60 Arbeiten der 1920er bis 1960er Jahre in unterschiedlichen Techniken: Radierungen, Lithographien, Aquatinten und Linolschnitte.

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