Mack - die Sprache meiner Hand

26.03.2011 - 10.07.2011

80 Grafische Arbeiten

Anlässlich des 80. Geburtstages von Heinz Mack zeigt das Museum Kunstpalast erstmals etwa 80 grafische Arbeiten des Künstlers aus all seinen Schaffensphasen. Das Spektrum der zum Teil großformatigen Werke reicht von Feder- über Tuschezeichnungen bis zu Frottagen und farbigen Pastellkreidezeichnungen. Die meisten Arbeiten stammen aus dem Besitz des Künstlers und sind in dieser Ausstellung erstmals öffentlich zu sehen.

Die Künstlergruppe ZERO

Als Mitbegründer der gemeinsam mit Otto Piene 1958 ins Leben gerufenen Künstlergruppe ZERO, zu der später auch Günther Uecker gehörte, erlangte Heinz Mack weltweit große Bekanntheit. Zusammen mit Otto Piene und Günther Uecker gestaltete er 1964 für die documenta III in Kassel den ZERO-Lichtraum (Hommage à Fontana), der später für die Sammlung des Museum Kunstpalast erworben wurde.

Die Grafik in Macks Werk

Die Grafiken nehmen in Macks Werk eine gleichberechtigte Stellung neben der Malerei und dem skulpturalen Schaffen ein. Die Parameter Licht, Bewegung und Struktur bestimmen bis heute das künstlerische Werk von Heinz Mack und finden sich auch in seinem grafischen Oeuvre wieder. Einfache Striche und Linien auf weißem Papier verdichten sich bereits in seinen frühen Handzeichnungen mit Rohrfeder, Tinte oder Grafit zu rhythmischen Strukturen, zu grafischen Energiefeldern. Der Zufall führt ihn schließlich zur Frottage. Fortan nutzt Heinz Mack Abdrücke von Metallreliefs, Gittern und Rastern auf Blättern, um in Frottage-Technik optische Vibrationen auf Papier zu erzeugen.

Neben den farbigen Pastellarbeiten ist es vor allem die Kombination von Tusche und Pinsel, die dem Künstler ein freies und großzügiges Arbeiten auch im großen Format erlaubt. Die dynamisch strukturierten Tuschezeichnungen erfordern ein hohes Maß an Technik, Konzentration und Koordination, doch ihre Einzigartigkeit bestimmt die Spontaneität im Zufall. „Ich setze ganz auf den Zufall, auch in der Zeichnung.“ (Heinz Mack)

Anschließend wird die Ausstellung im Museum im Kulturspeicher Würzburg (6.8. bis 9.10.2011) gezeigt.

Die Ausstellung im Museum Kunstpalast erscheint parallel zur großen Retrospektive in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (18.03. - 10.07.2011) und der Ausstellung im Museum Abteiberg Mönchengladbach (03.04.- 25.09.2011), die kinetische Skulpturen präsentiert.

Katalog

Zur Ausstellung ist im Hatje Cantz Verlag in Deutsch/Englisch ein Katalog erschienen mit Texten von Stephan Geiger, Andrea Horvay, Marlene Lauter, Gunda Luyken, HEINZ MACK, Yvonne Schwarzer und Beat Wismer 37,50 € im Museum Shop, € 39,80 im Buchhandel.

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