Zerbrechliche Schönheit

Glas im Blick der Kunst

19.04.2008-31.03.2008

 

Glas – es ist einer der ältesten und rätselhaftesten Werkstoffe der Menschheit. Tatsächlich gelten seine Struktur und sein atomarer Aufbau bis heute als nicht restlos geklärt. So nimmt es kaum Wunder, dass die Faszination für dieses geheimnisvolle Material, das sich wie kein zweites in die ungewöhnlichsten Formen bringen lässt, die Menschen seit der Erfindung der ersten Herstellungsverfahren vor mehr als 3600 Jahren in Mesopotamien und Ägypten nicht mehr los ließ. Die illusionistische Darstellung des Durchsichtigen, des kaum Vorhandenen eignete sich seit der Malerei der Neuzeit wie kein anderes Motiv zur Beweisführung höchsten malerischen Könnens. So haben die Transparenz und scheinbare ‚Un-Gegenständlichkeit‘ des gläsernen Gegenstandes, seine gegensätzlichen Eigenschaften der Zerbrechlichkeit und gleichzeitigen Härte, seine Fähigkeit Licht zu bündeln, Reflexe hervorzurufen und die Welt im Mikrokosmos zu spiegeln, Künstler zu allen Zeiten zu malerischen Hochleistungen angespornt. Inspiriert durch die international bedeutsame Glassammlung des Hauses, das Glasmuseum Hentrich, stellt die Ausstellung „Zerbrechliche Schönheit“ das fragile, transparente Material als epochenübergreifende Inspirationsquelle künstlerischer Ideen in den Mittelpunkt.

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