Finnen bei Venini

Wirkkala, Sarpeneva und Koskinen auf Murano

 

05.04.2008-22.06.2008

 

Die Schwerpunkte des europäischen Glasdesigns der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg liegen nicht mehr im Zentrum Europas sondern an der südlichen und nördlichen Peripherie, in Murano, Skandinavien und Finnland. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Polen war jedoch nie das von sich bekämpfenden Konkurrenten. Es war vielmehr von gegenseitigem Respekt bestimmt und von der Faszination durch die jeweiligen Stärken des anderen. Häufig kam es zu gegenseitigen Beeinflussungen und gelegentlich zu konkreter Zusammenarbeit. Die Initiative hierfür ging meist von der führenden Muraneser Hütte, Venini & C., aus. Der Höhepunkt dieser Verbindung von südlicher Farb- und nördlicher Formkultur war die Zusammenarbeit der legendären finnischen Designer Tapio Wirkkala und Timo Sarpaneva mit der venezianischen Manufaktur, die in der Gegenwart ihre Fortsetzung in den Aktivitäten Harri Koskinens gefunden hat. Die mehr als 100 Entwürfe, ausgeführt von Muraneser Meistern der Spitzenklasse, machen unmittelbar anschaulich, welche Kraft und inspirative Wirkung die besondere Atmosphäre der Lagunenstadt auch heute noch auf den aufnahmebereiten Künstler auszuüben vermag. Die Ausstellung basiert auf einer Privatsammlung. Sie wurde organisiert vom Finnischen Glasmuseum in Riihimäki.

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