Jörg Sasse

d8207

 

02.06.-12.08.2007

 

 

„Was mich interessiert ist der Punkt, an dem sich das autonome Bild an der Wand mit dem Verweis auf die gewesene Wirklichkeit trifft. Der Punkt, an dem man meint, etwas erkannt zu haben, das sich im nächsten Moment jedoch wieder entzieht.“ Dem 1962 in Bad Salzuflen Geborenen geht es bei seiner Arbeit um das Erkennen des Unsichtbaren im Sichtbaren. Er legt sich nicht fest auf ein Sujet oder Thema. Seine Bilder eröffnen vielmehr Assoziationsräume. Es sind Bilder der Wirklichkeit und doch zeigen sie einen persönlichen Blickwinkel. Ihre Objektivität ist nur scheinbar.

Sasse komponiert seine Bilderfindungen computerunterstützt, und er verwendet dafür auch Fremdfotos als Vorlage. Die Arbeiten fordern geradezu heraus, genauer zu erkunden, was Bilder sind, wie sie funktionieren und was sie mitteilen. Sie evozieren Geschichten, die uns für das Dargestellte einnehmen. Sie verdeutlichen, dass sich ein Bild aus unendlich vielen Bildern zusammenfügt. Dabei ist die Kenntnis von Sasses Eingriffen so fesselnd wie unwichtig für den Betrachter. Die Ausstellung wird dem Publikum die Möglichkeit bieten, die Entwicklung eines der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Fotokünstler in konzentrierter Form zu erleben. Um einige seiner „Tableaux“ genannten, großen Werke werden sich zahlreiche „fremdbasierte“ und „eigenbasierte“ fotografische Skizzen gruppieren. Aus diesen Skizzen entwickelt Sasse die Tableaux. Sie haben aber darüber hinaus eigenständige Bedeutung: Sie ermöglichen dem Betrachter den Zugang zu einer zugleich vertrauten und imaginären Welt. Sie zeigt sich in einer Fülle von Raumansichten: Sasse kombiniert die kleinformatigen Bilder von Innen- und Stadträumen fast kaleidoskopisch und gibt ihnen neue Perspektiven. Die Stadt wird zum Material einer künstlerischen Realität.

 

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