Fotos schreiben Kunstgeschichte

08.12.2007-02.03.2008

Seitdem die Kunstgeschichte ab den 50er/60er Jahren immer mehr durch Aktionen geprägt wurde – vom Happening über die Performance bis zur künstlerischen Demonstration – wurde die Fotografie zum adäquaten Spiegelbild des bewegten Kunstgeschehens. Renommierte Fotografen spezialisierten sich darauf, als Chronisten die Essenz der Ereignisse im Bild festzuhalten. Das Foto wurde nun für die Kunstgeschichte und die Werkinterpretation ebenso wichtig wie das Wort.

Das 2003 gegründete Fotoarchiv, das wesentlich von der Kunststiftung NRW gefördert wurde, hat sich zunächst auf das Werk von drei renommierten Protagonisten der Ereignisfotografie konzentriert: Benjamin Katz, Erika Kiffl und Manfred Leve. Leve verdanken wir zum Beispiel einfühlsame Fotodokumentationen herausragender Fluxus-Ereignisse der ersten Stunde, Katz hat auf lebendige und persönliche Weise Künstlerfreunde bei der Arbeit, bei Ausstellungsaufbauten und in Phasen kreativer Entspannung lebendig festgehalten, Kiffl zeigt Künstler in Raumsituationen: Atelier, Ausstellung, öffentlicher Raum. Und sie dokumentiert work in progress – Prozesse.

Umfangreiche Konvolute der künstlerischen Fotografen Gianfranco Gorgoni, Maren Heyne, Bernd Jansen, Ute Klophaus, Reiner Ruthenbeck, Katharina Sieverding, Hildegard Weber und Lothar Wolleh konnten erworben werden und bringen weitere Aspekte des höchst lebendigen Kunstgeschehens im Rheinland ins Bild. Das Archiv, das kontinuierlich zu einem komplexen Fundus weiter wachsen wird.

Lade Ergebnisse ...
Lade Ergebnisse ...