Norbert Kricke. Plastiken und Zeichnungen

Eine Retrospektive

 

10.09.2006-07.01.2007

 

Norbert Kricke (1922 Düsseldorf - 1984 Düsseldorf) zählt zu den herausragenden europäischen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Die erste große Retrospektive seit dem Tod des Künstlers fasst die wesentlichen Werkblöcke zusammen. Neben eine kleine Gruppe von frühen Figuren aus der Zeit bei dem Lehrer Scheibe an der Berliner Akademie treten ca. 60 skulpturale Werke aus allen Perioden. Diese etwa 70 Arbeiten, viele von ihnen seit den fünfziger Jahren nie wieder gezeigt und für die Ausstellung in Düsseldorf aus dem Nachlass restauriert, werden von 120 Zeichnungen von 1948 bis 1984 begleitet. Bereits seit 1950 steht die abstrakte Skulptur im Zentrum des Schaffens von Norbert Kricke. Der Künstler geht nicht mehr von der Masse als in den Raum gestellten Block aus, sondern thematisiert mit der offenen schwerelosen Erscheinung der Skulptur die Geschwindigkeit und die Energie im Raum.

Diese neue Konzeption der Plastik geht auf bildnerische Vorarbeiten von Pevsner, Vantongerloo, Gabo, Malewitsch zurück und erschließt neue thematische Felder, eine neue Radikalität der Reduktion. Die plastische Figur ist zugleich Denkfigur. Kricke war 1964 der deutsche Vertreter auf der Biennale in Venedig und war an zahlreichen internationalen Ausstellungen vor allem auch in Frankreich und in den USA beteiligt. Die Düsseldorfer Ausstellung ist eine Retrospektive, die die wesentlichen Werkblöcke zusammenfasst. Als Signum der Ausstellung soll Krickes Hauptwerk, die Skulptur „Große Mannesmann“, in den Ehrenhof gebracht werden.

Die Ausstellung erfolgt in enger Kooperation zwischen dem Düsseldorfer Kurator Stephan von Wiese und Erben des Künstlers, Frau Sabine Kricke-Güse und Herrn Ernst-Gerhard Güse. Es erscheint ein umfassender Katalog.

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