DAVID GOLDBLATT: INTERSECTIONS

Fotos der Nachapartheid-Ära

17.06.2005-21.08.2005

David Goldblatt (*1930) lebt in Johannesburg. Seit 1948 dokumentiert er fotografisch das Leben in Südafrika während und nach der Apartheid. Seine Arbeiten veröffentlichte er in Zeitschriften, vor allem aber in Büchern. Sein Hauptwerk, „South Africa: The Structure of Things then“, erschien 1998. Es zeigt südafrikanische Erinnerungsorte, die die sozialen Verwerfungen im Lande widerspiegeln. Goldblatt hatte bis in die 1990er Jahre ausschließlich schwarz-weiß fotografiert. In all den Jahrzehnten entwickelte er eine eindringliche Ästhetik, die nie hinter der dokumentarischen Botschaft seiner Bilder zurückblieb.

Im Bewusstsein, dass mit dem Beginn der Regierung von Nelson Mandela eine neue Epoche in der Geschichte des Landes angebrochen war, suchte Goldblatt nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Er fotografiert seit nunmehr sechs Jahren farbig. Sein erstes Projekt galt einer aufgegebenen Asbestmine in Australien.

Erst spät wurde David Goldblatt in Europa wahrgenommen. Auf der documenta 11 war er mit zwei Werkgruppen vertreten, einer Auswahl der älteren Serie „Boksburg“ über das Leben der weißen Afrikaner und mit einer Auswahl der neueren Serie „Jo’burg Intersections“. Im museum kunst palast wird eine neue Werkgruppe ausgestellt, die „Platteland Intersections“. David Goldblatt bereist die südafrikanische Provinz.

Seine Fotos schildern die Lebensformen in einem Land, dessen Menschen sich nach der Apartheid völlig neu orientieren müssen. Den zweiten Pol wird die Serie „Johannesburg Intersections“ bilden, die den Schwerpunkt auf Ansichten der Metropole legt. Daraus ergeben sich spannende Konstellationen zwischen politischer und realer Geografie, sichtbar gemacht in den Umformungen der Stadt und des Landes. So entsteht ein neues Bild Südafrikas im 21. Jahrhundert.

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