PODAI. MALEREI AUS WESTAFRIKA

 

 

13.12.2003-29.02.2004
 

 

 

Podai – Körpermalerei – gehört in vielen afrikanischen Kulturen zu den wichtigsten Ritualen. Der Sammler Karl-Heinz Krieg lernte 1987 diese Kunst kennen und engagierte die besten Künstlerinnen, um Werke auf Papier und Leinwand zu schaffen. Die einzigartige, 3500 Arbeiten umfassende Sammlung zeigt, wie aus wenigen Farben und stark abstrahierten Motiven mit großer Meisterschaft in der Komposition der Farben und Bildformen die Bilder entwickelt werden.

Die Ausstellung präsentiert Werke von zehn Künstlerinnen, die sich mit Körpermalerei, dem weiblichen Initiationsritual, auseinandersetzen. Die gänzlich eigenständige Bildsprache basiert auf den Proportionen des menschlichen Körpers und schöpft aus dem Symbolrepertoire der Loma-Kultur. Jedoch veränderte sich durch die neuen Umstände auch die Arbeit der Künstlerinnen. Die jüngeren unter ihnen – sie waren während der Diktatur Sekou Tourés aufgewachsen, als Initiationen verboten waren – nicht mehr stark der Tradition verhaftet und nutzten die neuen Möglichkeiten der Materialien. Ihre Malerei spielt mit dem alten Formen- und Motivrepertoire und gibt die für die Körpermalerei essentielle ‚Bildgrammatik’ auf.

 

 

 

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